Eine Billionen Euro in den Bilanzen der europäischen Banken: Wohin mit den faulen Krediten?

Wie bekommt Europa die Problematik der faulen Bankkredite in den Griff? Darüber diskutierten vergangene Woche bei einem informellen Treffen in Malta die EU-Finanzminister mit den Gouverneuren der Zentralbanken. In den Bilanzen der europäischen Kreditinstitute schlummern sogenannte Non-Performing Loans (NPLs) im Wert von mehr als einer Billionen Euro.

Ein Vorschlag soll die Gründung einer gesamteuropäischen Bad Bank gewesen sein, worüber die faulen Kredite dann abgewickelt werden. Laut Handelsblatt soll die Bundesregierung allerdings nichts von einer solchen Institution halten und sich vehement gegen die Gründung aussprechen. Denn Non-Performing Loans seien kein grundsätzliches europäisches Problem, sondern stehe nur für einige Mitgliedsstaaten so vehement im Blickpunkt.

Besonders verheerend ist der Anteil der faulen Kredite aktuell in Griechenland: Mehr als 40 Prozent der Kredite vor Ort sind offen, da sie seit mehr als 90 Tagen nicht mehr bedient wurden. Zum Vergleich liegt der Anteil in Deutschland gerade einmal bei 1,2 Prozent. Auch Italien muss sein NPL-Problem dringend in den Griff bekommen: In den Bilanzen der dortigen Banken liegen etwa 360 Milliarden Euro an offenen Forderungen.  Schon im vergangenen Jahr machte Mario Draghi im Rahmen einer Zinssitzung darauf aufmerksam, dass die zahlreichen Non-Performing Loans der Finanzinstitute in Europa ein großes Problem darstellen.

Auch die Europäische Bankenaufsicht (EBA) beschäftigt das Thema NPLs. So sagte der amtierende Vorsitzende Andrea Enria  im Fachmagazin „International Bankers Forum“, dass Europa dieses Problem schnell in den Griff bekommen müsse: „Wenn wir uns nicht schnell darum kümmern, befinden wir uns in einem ähnlichen Szenario wie in Japan in den 1990ern.“ Er forderte die Schaffung eines transparenten und liquiden Markts, um die faulen Kredite loszuwerden.

Einen Marktplatz zum Verkauf der faulen Kredite bietet die Debitos GmbH: Das Frankfurter FinTech ermöglicht Banken und Unternehmen aus ganz Europa den Verkauf offener Forderungen über eine selbst entwickelte Online-Börse. Der generell eher langsame Verkaufsprozess über Unternehmensberatungen oder Inkasso-Firmen wird digitalisiert und extrem beschleunigt: Debitos ist der einzige Anbieter in Europa, der den Forderungsverkauf vollständig digital abwickelt – von der Investorenansprache bis zum Verkauf. Innerhalb weniger Wochen sind die NPLs auf der Forderungsbörse per Auktion handelbar.

Mittlerweile steigern etwa 470 Investoren aus Großbritannien, den USA und ganz Europa auf die angebotenen offenen Forderungen. Mit steigender Tendenz, denn der Markt ist für Anleger auf der Suche nach alternativen Investments sehr interessant. Bislang wurden schon faule Kredite im Wert von etwa 1,7 Milliarden Euro über die Plattform von Debitos versteigert. Zu den Anbietern gehören unter anderem mehr als 40 europäische Banken. Neben ausgefallenen Forderungen werden über Debitos auch besicherte und unbesicherte Kredite sowie Insolvenzquoten angeboten.



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