UniCredit stärkt Kapitaldecke durch NPL-Verkauf

Italiens Großbank UniCredit verschärft das Tempo, um seine Kapitaldecke weiter, stärker und schneller zu polstern. Ein Teil dieser „Füllung“ besteht im Decken von Kapitallücken, wie sie beispielsweise Non-performing Loans darstellen. Und davon hat UniCredit mehr als genug bzw. gar das größte Portfolio fauler Kredite von allen europäischen Banken. Nun hat sich Italiens Branchenprimus mit dem Verkauf eines 1,4 Milliarden schweren NPL-Pakets etwas Luft verschafft.

Die Käufer sind ein Konsortium, das aus der Investmentgesellschaft Pimco und der italienischen Gruppe „Roma Finance“ besteht. Zudem sind Verhandlungen über den Verkauf eines weitaus größeren NPL-Portfolios von 50 Milliarden Euro an große internationale Investmentgesellschaften im Gange. Hinzu kommt die Veräußerung von fast einem Drittel (32,8 Prozent) der Anteile an der polnischen Bank Pekao. Hierfür nahm UniCredit 2,4 Milliarden Euro ein und wird bald auch die verbleibende Beteiligung von nunmehr nur noch 7,3 Prozent über die Börse in Warschau verkaufen.

Kapitalerhöhung könnte weitere Entlastung bringen
Zusätzlich zum NPL-Verkauf und der Veräußerung eines Großteils der Pekao-Anteile will UniCredit-Vorstandschef Jean Pierre Mustier noch weitere Maßnahmen ergreifen, um vor allem auch die Last der rund 77 Milliarden Euro schweren Non-performing-Loans-Portfolios zu mindern. Am 13.12. will der Franzose an der Spitze der italienischen Großbank die neue Roadmap vorstellen. Spekuliert wird über eine Kapitalerhöhung, die bis zu 13 Milliarden Euro einbringen soll.

Das frische Geld wird unter anderem dringend benötigt, um die Verluste, die durch bei den Verkäufen notleidender Kredite gewährten Abschläge entstehen, abzufedern. Bedenkt man, dass Mustier den Einschätzungen von Insidern zufolge, für das kommende Jahr das strategische Ziel ausgeben wird, bis zu 20 Milliarden Euro an NPLs aus der UniCredit-Bilanz zu verbannen, wird klar, dass die durch die Abschläge verursachte Lücke in den Bilanzen beträchtlich sein wird.

Mit Debitos NPL-Abbau als Strategie etablieren
Das Beispiel von UniCredit zeigt deutlich, wie überlebenswichtig es für Banken sein kann, notleidende Kredite strategisch abzubauen. Je mehr Investoren angesprochen und von der Attraktivität der NPL-Portfolios überzeugt werden, desto geringer können die Abschläge und desto höher die erzielten Verkaufspreise ausfallen. Kommt dazu noch eine hohe Transaktionsgeschwindigkeit dank der Digitalisierung aller Verkaufsprozesse, profitieren Banken am Ende nicht nur von maximierten Erlösen, sondern auch von einem schnellen NPL-Abbau.

Das und mehr bietet unsere Debitos Forderungsbörse. Über unsere Plattform können Finanzinstitute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Italien, Spanien und Großbritannien ihren Bilanzen belastenden Bestand an notleidenden Krediten aufsichtskonform verkaufen. Rund 440 institutionelle Investoren mit einem Kapital von über 1,3 Milliarden bilden die beste Basis, um NPL-Portfolios bei minimalen Koordinationsaufwand effizient zu verwerten und Verkaufserlöse zu maximieren.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Die Presse online:

Handelsblatt online:



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