Monte dei Paschi: Abwicklung oder vorsorgliche Rekapitalisierung?

Mit dem No zu Matteo Renzis Verfassungsreform haben die Italiener zwar für den Erhalt des Status quo gestimmt, andererseits aber auch Ja zu Veränderungen gesagt- zum Rücktritt des Ministerpräsidenten, wie auch zu möglichen Neuwahlen. Aus denen könnte die euroskeptische Protestpartei „Fünf Sterne“ letztlich als Sieger hervorgehen. Dieses politische Panorama bietet indes keinen guten Ausblick für die Zukunft der unter großer Non-performing-Loans-Last leidenden Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena.

So scheiterte nun vorerst der Versuch des drittgrößten Kreditinstituts des Landes, sich über eine Kapitalerhöhung und einen Anleihentausch privatwirtschaftlich zu rekapitalisieren und 5 Milliarden Euro einzusammeln. Dieser bisherige Rettungsplan sollte eigentlich bis Ende Dezember durchgeführt werden, doch benötigt Monte dei Paschi nun doch etwas mehr Zeit bis zum 20. Januar 2017.

Der gewünschte Aufschub ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Entscheidung eines Konsortiums von Investmentbanken für oder gegen eine Teilnahme an der Kapitalerhöhung angesichts der großen Unsicherheit über die politische Zukunft und künftige Stabilität Italiens noch aussteht. Die EZB aber, so teilte Monte dei Paschi in einer Pressemitteilung vom Abend des 09. Dezembers mit, habe sich zur gewünschten Fristverlängerung bisher noch nicht geäußert. Dafür aber erhob die Ratinagentur Moody`s die Stimme und senkte den Ausblick für Italien von „stabil“ auf „negativ“.

Vorsorgliche Rekapitalisierung oder gar einheitlicher Abwicklungsmechanismus
Das Schweigen der Europäischen Zentralbank könnte Monte dei Paschi di Siena in die Auffang- oder auch -abwicklungsarme der kommissarischen italienischen Regierung treiben. Eine mögliche Lösung besteht nämlich in der „vorsorglichen Rekapitalisierung“ der Bank aus der Toskana. Im konkreten Fall würde der italienische Staat Nachrang-Anleihen von rund 40.000 Kleinanlegern aufkaufen, um diese dann in Aktien umzuwandeln.

Durch diese Transkation würde Italien künftig bis zu 40 Prozent der Anteile an Monte dei Paschi die Siena halten. Verglichen zu den bisher nur 4 Prozent an Anteilen, käme dies einer Art präventiven Teilverstaatlichung gleich. Auch denkbar ist eine mehr oder minder geordnete Pleite. In diesem Fall käme der einheitliche Abwicklungsmechanismus (SRM) zum Tragen. Folglich müssten zwar nicht die Steuerzahler, dafür aber vor allem die Anteilseigner und (Anliehen)-Gläubiger – und damit eben auch die Kleinanleger – unfreiwillig zur Rettung respektive Abwicklung beitragen.

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Welchen Weg die angeschlagene Monte dei Paschi einschlagen wird, bliebt abzuwarten. Fest steht, dass jede Etappe hin zu einer Rettung oder Abwicklung mit einem klaren Wegweiser zum schnellen und effizienten Abbau der belastenden NPL-Portfolios ausgeschildert sein sollte.

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Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Reuters online:

Pressemitteilung Monte dei Paschi di Siena (Italienisch):



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