Italien will zentrale Bad Bank ins Leben rufen

In seiner Rede im Rahmen des diesjährigen ASSIOM FOREX21 Kongresses in Mailand gab Ignazio Visco, Gouverneur der italienischen Zentralbank Banca d’Italia, seine Absicht  bekannt, eine zentrale Bad Bank in Italien zu gründen. Auf dem jährlichen Treffen der Global Financial Player betonte er, dass Italiens Banken Hilfe benötigen, um den riesigen Berg an notleidenden Krediten abzubauen. Ende letzten Jahres lag der Wert der Non-Performing Loans (NPLs) in den Bilanzen italienischer Banken bei 181 Milliarden Euro. Das entspricht rund 2,5 Prozent der Gesamtkreditsumme und vier Prozent aller Darlehen an Unternehmen. Die Lage ist also ernst und dringlich, und deshalb pocht Ignazio Visco in seiner Rede auf einen zügigen Abbau notleidender Kredite: „Banks must liquidate their non-performing loans in order to raise funds to finance the real economy. Direct state intervention – within a framework whereby […] banks participate fully in the costs of the operation and public support is suitably remunerated – could be used not to remedy excessive risk taking by single banks, but to respond to the deterioration in loan quality caused by the severity and length of the recession and to the need to ensure an adequate flow of financing to the economy.“

Staat will Bad Bank gemeinsam mit Privatinstituten finanzieren
Die Initiative zur Gründung der Bad Bank steht unter dem Motto „Neuer Kredit für Wachstum“ und dazu beitragen, die Bilanzen der privaten Banken aufzuräumen, um auf diese Weise die Ausgabe neuer Kredite anzuregen. Neben der Banca d’Italia und der mehrheitlich in staatlichem Eigentum befindlichen Cassa Depositi e Prestiti sollen sämtliche Banken, die notleidende Kredite an die zu schaffende Bad Bank verkaufen wollen, die geplante Abwicklungsbank mit gut 3 Milliarden Euro Kapital ausstatten. Wie hoch am Ende die Verteilung der Anteile unter den jeweiligen Akteuren sein wird, ist derzeit noch offen. Mit Bezug auf die italienische Tageszeitung Il Messaggero berichtet Reuters, dass der Staat entweder 49 Prozent halten wird – und damit diesen Anteil nicht als Staatsschulden verbuchen müsste, weil er keine Mehrheit darstellt – oder aber 81 Prozent der Anteile übernimmt.

Abbau notleidender Kredite in ganz Europa von zentraler Bedeutung
Der Ergebnisbericht der umfangreichen Überprüfung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 26. Oktober 2014 hat zu Tage gefördert, dass in Italien mit vier Banken europaweit die meisten Institute den Stresstest nicht bestanden haben. Allerdings stellen NPLs nicht nur den italienischen Finanzsektor vor große Herausforderungen, sondern sämtliche Banken Europas. Schließlich setzt der Verkauf notleidender Kredite Kapital frei und trägt so zu einer Verbesserung der Kernkapitalquote der jeweiligen Bank bei. Umso schöner, dass mit Debitos eine Plattform für den schnellen, transparenten und die Verkaufserlöse maximierenden Handel mit NPLs existiert. Nicht zuletzt gibt der Markt unserem Ansatz recht – denn inzwischen nutzen neben deutschen Banken auch internationale Finanzinstitute unsere Online-Forderungsbörse, um jeden Schritt des Verkaufsprozesses notleidender Kredite zu optimieren.



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