Royal Bank of Scotland empfiehlt FinTech-Lösungen

Auch in England bilden kleinere und mittelgroße Unternehmen das Rückgrat der Wirtschaft. Umso stärker fällt daher die Kritik aus, dass die größten Banken Großbritanniens den Mittelstand unzureichend mit Krediten versorgen. Die englische Regierung nimmt sich diese Kritik nun zu Herzen und plant, Banken nach Ablehnung eines Kreditantrags zur Empfehlung alternativer Finanzierungsquellen zu verpflichten. Der britische Finanzminister George Osborne kommentiert diese Pläne wie folgt: „A key part of our long-term economic plan is to ensure that British businesses are able to access the finance they need to grow and succeed.“ Während die Regierung noch diskutiert, geht die Royal Bank of Scotland (RBS) bereits mit gutem Beispiel voran. Seit vergangener Woche leitet die RBS abgelehnte Kredite zunächst in Schottland und Südwest-England an alternative Finanzgeber weiter. Bereits im vergangenen Jahr begann Santander eine Zusammenarbeit mit Funding Cirlce. Funding Circle startete nach großen Erfolgen in den USA im Jahr 2010 auch in UK und ist seitdem mit einer Kreditsumme von 490 Millionen Pfund zum viertgrößten Kreditgeber an KMU avanciert.

Peer-to-peer Lending und alternative Finanzierung wachsen weiter stark
Peer-to-peer (P2P) Lending hat sich insbesondere seit dem Rückgang der Kreditvergabe durch Großbanken in der Finanzkrise 2007-2009 rapide entwickelt. In UK trug das P2P-Volumen im vergangen Jahr mit 1,7 Milliarden Pfund bereits ein Prozent zum Gesamtkreditvolumen an KMU bei und wuchs gleichzeitig mit 200 Prozent. Dieses starke Wachstum ist auch in Deutschland zu beobachten, denn selbst der traditionell konservative Mittelstand hierzulande entdeckt alternative Finanzierungsquellen, die von sogenannten FinTech-Unternehmen angeboten werden, inzwischen für sich. Das Bewusstsein für Crowdlending hat sich mit der steigenden Zahl der Anbieter erhöht, auch wenn die meisten Plattformen in erster Linie Klein- und Kleinstunternehmen mit Kapital versorgen. Der gehobene Mittelstand hingegen ist meist in der Lage, hervorragende Konditionen für Kredite mit seine Hausbank zu vereinbaren.

FinTech Made in Germany
Eine hervorragende Übersicht der deutschen FinTech-Szene gibt die Mindmap von André M. Bajorat. Die Übersicht zeigt, dass etablierte Banken in den verschiedensten Bereichen – darunter Payment, Factoring, Kreditvergabe, Banking und Anlageempfehlung – von jungen Unternehmern angegriffen werden. Andere Unternehmen hingegen unterstützen Banken. So heben wir mit Debitos den gesamten Prozess des Verkaufs notleidender Kredite auf unsere Online-Plattform. Auf diese Weise ermöglichen wir Banken, Transaktionen schneller abzuschließen, durch das Live-Auktionsverfahren ihre Erlöse zu erhöhen und gleichzeitig ihren (Koordinations-)Aufwand während des gesamten Transaktionsprozesses zu reduzieren. Darüber hinaus schaffen wir Transparenz in einem bisher äußerst intransparenten Markt, den nicht nur die Europäische Bankenaufsicht EBA zu schätzen weiß. Diese attraktive Kombination freut Banken und als Folge dessen auch uns.



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