Deutsche Banken sollten ihr Griechenland-Exposure weiter reduzieren

Nachdem zu Beginn der Eurokrise der mögliche Austritt Griechenlands („Grexit“) aus der Eurozone bereits angedacht aber von Politikern fast sämtlicher Couleur vehement abgelehnt wurde, hat sich die Einschätzung in Berlin inzwischen geändert. Experten wie ifo-Präsident Hans-Werner Sinn und der Kieler Finanzökonomen Jens Boysen-Hogrefe gehen davon aus, dass der Verbleib Griechenlands in der Eurozone Deutschland unmittelbar um die 40 Milliarden Euro, der Grexit hingegen rund 76 Milliarden Euro kosten könnte. Die mittelbaren Kosten hingegen sind in beiden Fällen nicht seriös ermittelbar, wobei der Verbleib Griechenlands in der Eurozone aufgrund immer neuer Kredite einem „Fass ohne Boden“ gleichkäme, so Sinn. Das Exposure deutscher Banken nach Griechenland belief sich im September 2014 auf lediglich noch 23,5 Milliarden Euro. Hiervon entfiel mit 15,17 Milliarden der Löwenanteil auf die staatliche KfW (und somit am Ende des Tages auf den deutsche Steuerzahler), während deutsche Banken 4,6 Milliarden Euro und Unternehmen gemeinsam mit Privatpersonen 3,6 Milliarden Euro im griechischen Feuer haben.

Übergreifen auf Nachbarländer ist größte Gefahr der Situation in Griechenland
Die Engagements einzelner deutscher Finanzinstitute in Griechenland sind jeweils relativ überschaubar. So summieren sich die Forderungen der Commerzbank auf rund 400 Millionen Euro, während die Deutsche Bank eigenen Angaben zufolge noch mit 300 Millionen Euro in dem Land engagiert ist. Ein höheres Griechenland-Exposure besaßen einer Studie von JP Morgan zufolge zum Ende 2013 lediglich französische Großbanken, vor allem die Credit Agricole mit 3,5 Milliarden Euro, die BNP Paribas mit 700 Millionen Euro und die Société Générale mit 400 Millionen Euro. JP Morgan Analyst Kian Abouhossein sieht das größte Risiko allerdings „weiter in der Ansteckungsgefahr für die Peripherie-Staaten“. Vor allem Italien laufe Gefahr, sich von der Situation in Griechenland anstecken zu lassen und Europa in eine ernsthafte Krise zu stürzen.

Abbau ausfallgefährdeter und notleidender Kredite mit Debitos beschleunigen
Gerade bei illiquiden Instrumenten wie unverbrieften Krediten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich den deutschen Gläubigern die Frage, wie sie ihr Griechenland-Exposure weiter reduzieren können. Eine besonders schnelle und transparente Möglichkeit bietet die Debitos Forderungsbörse. Hier können Banken ebenso wie Unternehmen notleidende Kredite, Forderungen und Insolvenzquoten im Auktionsverfahren mit bis zu 270 institutionellen Investoren verkaufen. Selbstverständlich lässt sich der Käuferkreis bei besonders sensiblen Engagements auch individuell einschränken, so dass Verkäufer stets die Kontrolle behalten, wer ihre Daten sehen kann. Da die Gebote der Käufer in Echtzeit platziert werden, findet ein direkter Wettbewerb statt, der sich preistreibend auswirkt. Und da sich Transaktionen in wenigen Wochen abschließen lassen, kann ein Verkauf sogar noch vor der Wahl in Griechenland erfolgreich durchgeführt werden.



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