EZB-Stresstest durch neue Entwicklungen schon jetzt überholt

Im Oktober deckten die Ergebnisse des Asset Quality Reviews (AQR) der Europäischen Zentralbank (EZB) notleidende Kredite im Gesamtvolumen von rund 879 Milliarden Euro bei den 130 geprüften europäischen Großbanken auf. Bezogen auf deren Bilanzsumme zum Ende Dezember 2013 von insgesamt 22.000 Milliarden Euro ergibt sich eine Non-performing Loan (NPL) Quote von 4 Prozent. Zwar bestanden am Ende offiziell 25 Finanzinstitute den Stresstest nicht, und von diesen sollen 13 ihre Kapitalbasis noch um insgesamt 9,5 Milliarden Euro stärken. Allerdings zeigt eine grobe Überschlagsrechnung, dass die von der EZB identifizierten NPLs über 879 Milliarden deutlich zu niedrig angesetzt sein dürften. Für eine realistischere Einschätzung schlagen Experten die Arbeitslosenquote in der Eurozone zur Approximation der NPL-Quote vor. Mit dieser Annahme beliefe sich das Volumen notleidender Kredite in der Eurozone schnell auf Summen um 3.000 Milliarden Euro. Das entspricht einem Multiplikator von 3,4x auf den von der EZB ermittelten Wert.

Der Blick in den Rückspiegel sollte nicht vergessen werden
Studenten der Wirtschaftswissenschaften lernen bereits im ersten Semester, dass Wirtschaftsprognosen am besten mit der Fahrt in einem Auto bei hochgeklappter Kühlerhaube zu vergleichen sind: Zur Vorhersage des Straßenverlaufs vor dem Auto orientiert sich der Fahrer am besten an den letzten Metern im Rückspiegel. In diesem Fall bietet sich der Rückblick auf die Prognosegenauigkeit des vorherigen Stresstests aus dem Jahr 2011 an. Hier fielen 20 Banken durch den Test, deren kumulative Kapitalunterdeckung von 26,8 Milliarden Euro nur wenig höher war als die 24,6 Milliarden Euro aus dem Stresstest vom Oktober 2014. Dabei sollte zu denken geben, dass sämtliche spätere Pleitebanken Dexia, Bankia, Bank of Cyprus und Banco Espirito Santo den Test bestanden. Hinzu kommt, dass die EZB selbst im ungünstigsten Szenario eine Inflationsrate von einem Prozent unterstellt. Bekanntlich begünstigt eine hohe Inflationsrate die Entschuldung von Staaten. Tatsächlich jedoch lag die Inflationsrate in der Eurozone im November 2014 bei 0,3 Prozent, sank seitdem noch weiter und erreichte in Deutschland im Dezember sogar nur noch 0,2 Prozent. Darüber hinaus berücksichtigt der jüngste Stresstest weder die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland, die auch den europäischen Unternehmen zu schaffen machen, noch den möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Da wird auch der geplante Kauf von Staatsanleihen durch die EZB keinen wirtschaftlichen Aufschwung in der Eurozone forcieren können.

Notleidende Kredite marktkonform über Debitos abbauen
Analysten und europäische Banken selbst werden nicht müde die in den letzten Jahren erreichte Geringfügigkeit ihrer finanziellen Engagements in Griechenland zu betonen. Bei der Reduktion notleidender Kredite greifen sie dabei auch auf den NPL-Verkauf zurück. Dies ist neben der Kapitalerhöhung der andere Ansatz, die Bilanz zu stärken. Besonders effizient, transparent und zur Freude der Bankenaufsicht auch revisionssicher wird der Verkauf notleidender Kredite über Debitos realisiert. Die Plattform hebt dabei den gesamten Transaktionsprozess online, so dass Verkäufe innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden können. Gleichzeitig führt die Gebotsabgabe der institutionellen Investoren im direkten Wettbewerb dazu, dass Verkäufer höhere Erlöse erzielen. So bietet Debitos eine signifikanten Mehrwert für alle Beteiligten, der am Ende des Tages auch in einer wieder anziehenden Kreditvergabe der Banken resultieren sollte.



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