Insolvenz in Eigenregie bei Zamek

In den kommenden Tagen wird sich wohl zeigen, wo die Reise beim Düsseldorfer Tütensuppenhersteller Zamek hingehen wird. Schließlich hat das Unternehmen aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit am Montag Antrag auf Insolvenz in Eigenregie gestellt. Die Gläubiger der Mittelstandsanleihe, über die das Familienunternehmen 45 Millionen aufgenommen hatte, bekamen dies in den vergangenen Wochen schon zu spüren, notiert die Anleihe derzeit doch nur noch bei ca. 35 Prozent. Neben der Muttergesellschaft, der Zamek Produktions- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, sind auch drei Tochtergesellschaften von der drohenden Zahlungsunfähigkeit betroffen. Nachdem einer Studie zufolge vor allem Gläubiger dem ESUG skeptisch gegenüberstehen, hat Zamek jetzt auch die Chance, einen Gegenbeweis anzutreten. Da aber die Kennzahlen schon seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 düster waren, hätte der Gang zum Amtsgericht vielleicht durch den Verkauf von Forderungen vermieden bzw. die laut Geschäftsbericht bereits seit Sommer 2013 angespannte Liquiditätssituation schon damals verbessert werden können. Zunächst muss der verbleibende Geschäftsführer Reiner Wenz zusammen mit Sachwaltern und Gläubigern die Suppe versuchen auszulöffeln.

Zamek bleibt unterm Schutzschirm handlungsfähig
Das am Samstag zweijährigen Geburtstag feiernde neue Insolvenzrecht, das als ESUG bekannt ist, ermöglicht Zamek zunächst die Weiterführung des Geschäftsbetriebs. Während der Insolvenz in Eigenregie bleibt das Unternehmen unter dem dreimonatigen Schutzschirm vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt. Allerdings muss die Geschäftsführung zusammen mit dem Sachwalter die Zeit nutzen und einen Sanierungsplan erarbeiten, der im Anschluss implementiert werden muss. Schließlich gilt auch bei diesem besonderen Insolvenzverfahren, dass nicht die Fortführung des Unternehmens sondern die bestmögliche Befriedigung der Ansprüche der Gläubiger das oberste Ziel ist. So werden auch die Anleihen-Gläubiger am Ende des Tages aus der Insolvenzmasse bedient. Ob diese allerdings für mehr als 35 Prozent reichen wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand sagen. Fakt ist allerdings, dass in der aktuellen Situation die Devise „Liquidität vor Rentabilität“ gilt. Hierzu kann die Debitos Forderungsbörse als ein Instrument im Werkzeugkoffer der Sanierer einen entscheidenden Beitrag leisten.

Wundertüte(nsuppe) Mittelstandsanleihe?
Im vergangenen Jahr berichteten wir an dieser Stelle mehrfach über finanzielle Schieflagen verschiedener Schuldnerinnen von Mittelstandsanleihen. Ein Problem, das Zamek mit vielen von ihnen teilt, ist ein unausgefeiltes Working Capital Management. Dessen Einfluss auf die Liquidität von Unternehmen wird nach wie vor oft sträflich unterschätzt. Die Konsequenz der sich verschlechternden Bonität, schlechteren Ratings und dem daraus resultierenden Absturz der emittierten Anleihe ist ein Teufelskreis, aus dem sich nur schwer ausbrechen lässt. Kurzfristig kann der Forderungsverkauf helfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Debitos bietet sich in Notsituationen besonders an, da es auf der Online-Plattform keine langwierigen Anbahnungsphasen gibt. Durch die Erstellung eines Angebots werden sofort mehr als 225 qualifizierte Käufer erreicht, die im Auktionsverfahren auf die Forderungen bieten. Durch den so generierten Marktpreis erhalten sie auch die Sicherheit, dass ein Insolvenzverwalter nach Anmeldung eines möglichen Regelverfahrens keine Anfechtungsklagen vorbringen wird. Schließlich muss der Insolvenzverwalter den Verkauf der Forderungen unter Marktwert für die Anfechtung nachweisen. Und das dürfte nach dem Verkauf auf einem Marktplatz verdammt schwierig werden.



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