Notleidende Kredite erreichen auch in Spanien Rekordvolumen

In den letzten Tagen und Wochen haben wir auf unserem Blog immer wieder über den Anstieg notleidender Kredite in verschiedenen Ländern berichtet. Und wieder ist es soweit. Dieses Mal ist es die spanische Zentralbank, die einen dramatischen Anstieg der Non-Performing Loans (NPLs) bei spanischen Banken bekanntgibt. Trotz der Bemühungen den Berg fauler Kredite zu reduzieren, waren im Dezember des vergangenen Jahres 13,6 Prozent des gesamten ausstehenden Kreditvolumens mehr als 90 Tage im Zahlungsverzug und somit als notleidend zu klassifizieren. Im November war die NPL-Quote mit 13,1 Prozent noch etwas niedriger. In Zahlen ausgedrückt stieg das Volumen der notleidenden Kredite um 5 Milliarden auf 197 Milliarden Euro. Auch wenn sich die spanische Wirtschaft in jüngster Zeit wieder stabilisiert – im vierten Quartal 2013 betrug das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorquartal 0,3 Prozent – ist diese Entwicklung der notleidenden Kredite das Resultat einer mittlerweile sechs Jahre andauernden schweren Wirtschaftskrise. Aufgrund des Zeitverzugs zwischen Wirtschaftswachstum und Verbesserung der finanziellen Situation von Haushalten und Unternehmen rechnen Experten daher zunächst mit einem weiteren Anstieg des Volumens notleidender Kredite.

Commerzbank verkauft NPLs aus spanischen Immobilien
Vor diesem Hintergrund ist interessant zu sehen, welche Rolle deutsche Banken im Umfeld der faulen Kredite in Spanien spielen. So verkaufte die Commerzbank notleidende spanische Immobilienkredite im Gesamtwert von 710 Millionen Euro an internationale Investoren und reduzierte auf diese Weise ihr Exposure in dem Land. Zwar musste die Commerzbank einen kleinen Buchverlust realisieren, konnte aber auf diese Weise ihre Risikoaktiva um 600 Millionen Euro abbauen. Gerüchte im Markt berichten vom „Projekt Octopus“, wonach die Commerzbank den Befreiungsschlag plant und ihre verbleibenden spanischen Immobilienkredite schnell verkaufen will. Potentielle Käufer sollen bis zum 2. März indikative Gebote abgeben. Einen anderen Ansatz verfolgt Deutschlands größtes Kreditinstitut. So hat die Deutsche Bank zwei Pakete immobilienbesicherter notleidender Kredite in Spanien gekauft. Auch hier beweist sich die alte Wahrheit: Des einen Leid, des anderen Freud.

Notleidende Kredite effizient über Debitos verwerten
Deutsche Finanzinstitute haben den spanischen Banken gegenüber den großen Vorteil, dass sie unbesicherte NPLs im echten Auktionsverfahren über Debitos verkaufen können. Natürlich verkaufen Banken seit Jahren notleidende Kredite und beherrschen auch die Prozesse. Wenn aber verschiedene Investoren ihre indikativen Angebote bis zu einer bestimmten Frist einreichen, dann kennt zwar die Bank die verschiedenen Zahlen, es entsteht allerdings kein direkter Wettbewerb. Anders beim Verkauf über Debitos. Hier geben die ausgewählten Käufer ihre Gebote anonym ab, werden aber informiert, sobald ein Mitbewerber ein höheres Gebot platziert. Dies führt neben vollständiger Transparenz auch zu einer Erhöhung der Erlöse. Gleichzeitig lässt sich eine Transaktion über Debitos in drei bis vier Wochen darstellen, während der althergebrachte Prozess einige Monate in Anspruch nimmt. Das reduziert den Aufwand und freut neben dem Risk Management auch den Analysten, der die Transaktion betreut.



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