Hedge Fonds erwarten Forderungsverkäufe europäischer Banken

Auch um die öffentliche Meinung zu beruhigen, treten Politiker in Brüssel und Berlin aufs Gaspedal bei der Regulierung von Banken. Interdependenzen verschiedener Vorschriften werden dabei oftmals ignoriert. Wie so oft gibt es aber auch in diesem Fall einen lachenden Dritten. So sprechen Beobachter von einem verstärkten Aufbau von Personal bei Hedge Fonds in London, die von einer Zunahme bei den Verkäufen von forderungsunterlegten Wertpapieren und notleidenden Krediten ausgehen. Schließlich rechnen Experten bis Ende 2018 bei Non-Performing Loans (NPLs) mit Verkaufsvolumina von 300 Milliarden Euro durch europäische Banken. Das entspricht mehr als dem doppelten Volumen der NPL-Verkäufe, seit 2010 in der Eurozone stattgefunden haben (125 Milliarden Euro).

Lohnendes Geschäft für alle Beteiligten
Je mehr europäische Banken ihre Risikoaktiva abbauen und daher faule Kredite verkaufen, desto größer wird der Pool jener Investoren, die diese notleidenden Vermögenswerte auch samt der hinterlegten Sicherheiten wie Immobilien oder Schiffe kaufen. Banken erhalten in den meisten Fällen zwischen 5 und 40 Cent je 1 Euro Nominalwert. Meist wurden jedoch in der Vergangenheit schon Abschreibungen durchgeführt, so dass meist nur noch eine geringe Sachwertberichtigung durchgeführt werden muss. In vielen Fällen können verkaufende Banken sogar einen außerordentlichen Gewinn buchen, da sie die NPLs schon unter den Verkaufswert abgeschrieben haben. Allerdings bleibt nach einem Verkaufsprozess mit fünf bis sieben Investoren immer die Frage, ob tatsächlich der beste Preis erzielt wurde. Somit ist die Debitos Forderungsbörse interessant, denn hier werden ganze Portfolios notleidender Kredite im transparenten Auktionsverfahren verkauft. Da mehr als 200 qualifizierte Käufer im direkten Wettbewerb zueinander stehen und über Gebote ihrer Konkurrenz informiert werden, ist der Preisfindungsprozess wesentlich transparenter als im klassischen M&A-Prozess. Hier können die Kräfte des Marktes noch frei wirken, wovon am Ende des Tages auch die Käufer profitieren.

Hedge Fonds mit konkreten Plänen
Die großen Namen der Hedge Fonds positionieren sich in London, um in den kommenden Monaten aktiv auf dem Markt einzugreifen. So hat Ellington Management Group LLC vor wenigen Monaten ein Büro in London eröffnet und sucht noch weitere Mitarbeiter. MKP Capital Management LLC und GoldenTree Asset Management LP hingegen haben erfahrene Manager aus New York nach London beordert. Marathon Asset Management LP hat einen zweiten Fonds mit Investitionsfokus auf notleidende Assets in Europa aufgelegt. CQS U.K. LLP hingegen fokussiert sich bewusst auf Asset Backed Securities (ABS). Portfolio-Manager Jason Walker begründet dies wie folgt: „Bessere Fundamentaldaten in Europa, wo die Erholung noch deutlich den USA hinterherhinkt, und positive technische Faktoren angesichts eines schrumpfenden Angebots stützen die europäischen ABS.“ All diese Entwicklungen deuten ein spannendes Jahr 2014 an – auf das wir bei Debitos uns sehr freuen.



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