Eintracht Frankfurt leidet unter schlechter Zahlungsmoral ihrer Mitglieder

Da Debitos seinen Sitz in Frankfurt am Main hat, darf auch bei uns ein gewisses Maß an Lokalpatriotismus nicht fehlen. Daher freuen wir uns natürlich, dass die Eintracht am Wochenende 1:0 gegen Hertha BSC gewonnen hat. Grund zum Jubeln braucht die Vereinsführung nach der Mitgliederversammlung am vergangenen Montag aber auch. Denn obwohl durch den Verkauf von 5% der Fußball-AG-Aktien an die BHF-Bank 1,25 Millionen hereingeholt werden konnten, weist die Gewinn- und Verlustrechnung der Eintracht einen Verlust von nahezu einer Million Euro aus. Das ist zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, in dem sich der Fehlbetrag noch auf fast drei Millionen Euro belaufen hatte. Allerdings war der Verein nach dem Tod von Schatzmeister Fred Moske im März 2013 mit Schulden in Höhe von 13,47 Millionen Euro belastet, wozu sich noch eine mögliche Steuerschuld von weiteren 2,5 Millionen Euro gesellt.

Schwindende Zahlungsmoral bei steigender Mitgliederzahl
Angesichts dieser Zahlen hat das Präsidium der Eintracht seine Entlastung durch die rund 300 anwesenden Mitglieder vermutlich auch dem Fünfjahresplan zu verdanken, den der neue Schatzmeister Thomas Förster präsentieren konnte. Paradox erscheint aber, dass trotz des Anstiegs der Mitgliederzahlen um 9.000 auf fast 26.000 Vereinsmitglieder die Zahlungsmoral bei der Eintracht „katastrophal“ sei und laut Präsident Peter Fischer Ausfälle von „vielen hunderttausend Euro“ zu beklagen gewesen seien. Hier wäre eine Analyse fällig, welche Mitglieder ihre Beiträge nicht zahlen. Weniger Sorgen um unbeglichene Forderungen müssen sich indes die „Mitglieder“ der Debitos Forderungsbörse machen. Denn das transparente Auktionsverfahren auf Deutschlands erster Online-Forderungsbörse ermöglicht es den hier registrierten Unternehmen, jede Art von Forderungen meistbietend zu verkaufen und so wertvolle Liquidität auf Abruf zu generieren.

7,7-Millionen-Euro-Haushalt der Eintracht reicht kaum aus
7,7 Millionen Euro schwer ist der Jahresetat der Eintracht. Immer noch zu wenig, so lässt sich zumindest aus den vorgelegten Zahlen lesen. Dem Fünfjahresplan von Eintracht-Schatzmeister Förster zufolge sollen aber nicht nur die an die BHF-Bank verkauften Anteile wieder zurückgekauft sondern auch die vorhandene Liquiditätslücke gestopft werden. Personelle Konsequenzen jedenfalls scheinen dem Präsidium aus der misslichen finanziellen Lage nicht zu entstehen. Eine Tatsache, die den ehemaligen Aufsichtsratschef Herbert Becker in Rage versetzte: „Hat die Kontrolle versagt? Wer trägt Verantwortung?“ Da sich diese Diskussion schon über Jahre hinzieht bleibt nicht nur die Rückrunde der Bundesliga spannend, sondern auch das nächste Scharmützel auf der Hauptversammlung scheint bereits vorprogrammiert zu sein.



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