Hellweg und EDE umwerben Max Bahr

Die Insolvenz des einen kann die Chance des anderen sein. Dies erfährt in jüngster Zeit die Praktiker-Tochter Max Bahr. Noch im Juli berichteten wir über die Folgeinsolvenz der eigentlich als profitabel geltenden Baumarktkette. Nun, so berichten einschlägige Medien, werben die Dortmunder Baumarktgruppe Hellweg und das Einkaufsbüro deutscher Eisenhändler (EDE) um die 132 unter der Marke Max Bahr firmierenden Baumärkte. Die Überraschung: Hellweg und EDE haben sich für diese Akquisition zusammengetan. Neben diesen beiden ehemaligen Wettbewerbern bekunden wohl auch Finanzinvestoren Interesse an Max Bahr. Genaueres aber wollten bisher weder Max Bahr, noch Hellweg oder EDE nennen. Bestätigt wurde aber zumindest, dass es mehrere indikative Angebote für die Praktiker-Tochter gebe.

Nach Einkaufsbündelung auch Unternehmensbündelung?
Verbindungen zwischen Max Bahr, Hellweg und dem Einkaufsbüro deutscher Eisenhändler (EDE) bestand bereits in der Vergangenheit. Insofern kennen sich die Häuser schon genauer. Zumindest Hellweg und Max Bahr bündeln ihren Einkauf bereits seit Anfang des Jahres. EDE und Max Bahr andererseits verbindet die Tatsache, dass den EDE-Eigentümern, die Unternehmerfamilie Trautwein, auch die Etris-Bank gehört. Diese ist gleichzeitig ein Kreditgeber der insolventen Baumarktkette Prakitker, und an sie wurde Max Bahr noch vor der späteren Insolvenz als Sicherheit verpfändet. Spannend bleibt, ob die Finanzinvestoren in der Due Diligence diese Vorkenntnisse der konkurrierenden Interessenten wettmachen können.

Als Gläubiger Forderungsverkauf nutzen und Insolvenzverfahren abkürzen
Wie der Bieterwettstreit um Max Bahr ausgehen wird lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Fest steht jedoch, dass sämtliche Gläubiger langwierige Insolvenzverfahren abkürzen und bereits heute ihre Forderungen gegen Max Bahr und Praktiker  im Auktionsverfahren verkaufen können. Auf diese Weise erhalten die Gläubiger sofort Liquidität und können zumindest planen, anstelle lange Zitterpartien bezüglich möglicher Rückflüsse aus ihren Forderungen mitzumachen. So können sich Lieferanten und andere Gläubiger wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und müssen zudem ihre Forderungen nicht komplett abschreiben. Im Gegenteil: Der direkte Wettbewerb von mittlerweile über 230 qualifizierten Käufern stellt sicher, dass Forderungen stets zu einem gerechten Preis veräußert werden.



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