Kreditverkauf bei Scholz wahrscheinlich

Nach der Herabstufung des Ratings von BB- auf B durch Euler Hermes hat sich der angeschlagene Recycling-Spezialist Scholz AG nun mit seinen Kapitalgebern auf eine Stillhaltevereinbarung geeinigt. Diese sieht vor, dass sämtliche Tilgungsleistungen des Schrottrecyclers an bis zu 60 Banken, Schuldscheingläubiger und Factoringgesellschaften bis Ende 2014 ausgesetzt werden. Parallel hierzu scheinen die finanzierenden Banken bereit zu sein, neue Kreditlinien im mittleren zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung zu stellen. Oliver Scholz, CEO der Scholz AG, zeigt sich denn auch mit dem Entgegenkommen der Gläubiger sehr zufrieden: „Die Vereinbarung ist ein Meilenstein bei der Restrukturierung unserer Gruppe. Die Tatsache, dass sich alle Gläubiger nach intensiven und sehr komplexen Verhandlungen bereit erklärt haben, der Scholz Gruppe finanzielle Luft zu verschaffen, zeigt, dass unser Konzept für die Restrukturierung und Neuausrichtung unserer Gruppe tragfähig und erfolgversprechend ist. Die Vereinbarung schafft zugleich die Voraussetzung, um als nächste Schritte die Finanzierung des operativen Geschäfts abzusichern und die Eigenkapitalbasis der Scholz AG zu stärken.“

Aussetzung der Tilgungszahlungen vs. Kreditverkauf
Zuletzt hatte es noch so ausgesehen, als wollten die finanzierenden Banken ihr Exposure an der Scholz AG reduzieren und ihre Kredite an Investoren in notleidende Kredite veräußern. Ob sie sich nun auch trotz des temporär begrenzten Tilgungsverzichts von Teilen ihrer Forderungen trennen, hängt wohl auch damit zusammen, wie das Angebot der NPL-Investoren aussieht. Noch vor kurzem schienen die Offerten die Banken noch nicht dazu bewegen zu können, die vom Ausfall bedrohten Kredite zu verkaufen. Womöglich war dies einer der Auslöser, der die Finanzierer zu einer Einigung mit der Scholz AG bewegte. Es bleibt daher abzuwarten, wie der Verlauf der von Roland Berger begleiteten Restrukturierung sich auf die Banken bzw. auf die Angebote potentieller Scholz-Kreditkäufer auswirkt.

Verkauf von NPLs über Debitos in 4 Wochen realisierbar
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Kreditverkaufs durch die Gläubiger der Scholz AG ist, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt nur schwer sagen. Wenn das Risikomanagement es anzeigt, kann für die Kapitalgeber eine schnelle Lösung extrem wichtig werden. Hier bietet Deutschlands erste Online-Forderungsbörse eine effiziente Plattform, die den Verkauf ganzer Forderungs-Portfolien in nur vier Wochen ermöglicht. Neben der Geschwindigkeit profitieren Verkäufer von Forderungen vor allem von dem Wettbewerb zwischen den inzwischen mehr als 220 qualifizierten Käufern, der für vollständige Transparenz bei der Preisfindung sorgt. Auf diese Weise reduzieren Altgläubiger ihr Risiko, während die Schuldnergesellschaft einen größeren Verhandlungsspielraum mit den neuen Gläubigern erhält. Zusammengefasst ergibt sich so der oft gewünschte aber selten auftretenden Fall, dass die Lösung Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringt.



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