Start der EZB-Bankenaufsicht verzögert sich

Der Plan der Europäischen Zentralbank (EZB) sah vor, spätestens im Frühjahr 2014 gemeinsam mit den jeweiligen nationalen Aufsehern die Aufsicht über die 130 größten Banken der Eurozone zu übernehmen. Dieser Zeitplan ist aber laut Aussagen des EZB-Direktoriumsmitglieds Jörg Asmussen bereits jetzt nicht mehr einzuhalten. Das Europäische Parlament verschob die notwendige Abstimmung auf Anfang September. Da zwischen dem Beschluss und der tatsächlichen operativen Übernahme der Aufsichtstätigkeit ein Jahr Vorbereitungszeit angesetzt wurde, lässt sich leicht ausrechnen, dass die EZB wohl frühestens im Herbst oder Winter 2014 die größten Banken der Eurozone kontrollieren wird.

Zentralisierung von Aufsicht und möglicher Abwicklung
Die „Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute“ auf die EZB soll, wann auch immer sie inkraft tritt, vor allem dazu dienen, der Fragmentierung der europäischen Bankenlandschaft entgegenzuwirken, einen einheitlichen Aufsichtsmechanismus und – für den Fall der Fälle – eine einheitliche Abwicklung maroder Banken unter dem Dach der EZB zu schaffen. Um die Vitalität systemisch relevanter Banken zu testen, werden diese vor Einführung eines Single Supervisory Mechanism (gemeinschaftlicher Bankenaufsichtsmechanismus, SSM) einer koordinierten Risikoanalyse unterzogen und müssen schließlich noch einen Stresstest durchlaufen. Zur Teilnahme am SSM sind alle Banken im Euroraum „verbindlich eingeladen“. Die Kreditinstitute der EU-Mitgliedsstaaten ohne Euro können dem SSM die Aufsicht über ihre Banken freiwillig übertragen.

Bilanzbereinigung 2.0 – Effizienter Verkauf notleidender Kredite
In Anbetracht der stetig zunehmenden „Regulierungswut“ aus Brüssel und Berlin drängt sich die Frage auf, inwieweit es sich hier um reinen Aktionismus handelt, der in erster Linie den potentiellen Wähler beruhigen soll. Allerdings verwundert es, dass in diesem Punkt ausnahmsweise über Parteigrenzen hinweg Einigkeit besteht. Die verantwortlichen Personen der Banken müssen also handeln, und dabei ist proaktives Agieren meist die bessere Wahl als passives Reagieren. Bilanzbereinigung ist das Stichwort, Bilanzverkürzung das angestrebte Resultat. Neben den „klassischen“ One-Time Maßnahmen Kapitalerhöhung, Deleverage, strategischem Verkauf von Geschäftseinheiten und Reduktion der Dividende gilt ein verschärftes Augenmerk dem Risikomanagement. Ein Baustein zur Erfüllung der Regularien bietet der Verkauf notleidender Kredite. So lassen sich Abschreibungen reduzieren, Liquidität realisieren und vor allem die Bilanz verkürzen – was im Resultat die Eigenkapitalquote erhöht und somit einen Beitrag zur Erfüllung der regulatorischen Vorgaben für Banken leistet. In diesem Zusammenhang besticht die Effizienz und Geschwindigkeit der Debitos Forderungsbörse. Aufgrund der hohen Standardisierung ermöglicht die Online-Plattform Käuferselektion, Käuferansprache, Due Diligence, Preisfindung und Vertragsabwicklung über einen Kommunikationskanal. Vielfach erprobt und revisionssicher profitieren Banken beim Verkauf ganzer NPL-Portfolien über Debitos inzwischen von einem Prozess, der nur vier bis sechs Wochen in Anspruch nimmt. Schließlich werden ständig neue regulatorische „Raketen“ abgefeuert, so dass es beruhigt, zumindest an einer Stelle die Kontrolle zu behalten.

 



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