Mintzel-Druck beantragt Insolvenz nach ESUG

Bereits im Januar berichteten wir, dass der Verband Insolvenzverwalter Deutschlands e.V: mehr Insolvenzen für das Jahr 2013 erwartet. Dabei kann es auch alteingesessene Traditionsunternehmen erwischen, wie die Insolvenz der ältesten Druckerei Deutschlands, die Mintzel-Druck aus Hof, nun leider unter Beweis stellt. Nach 2009 und der Pleite der Medienhaus Mintzel Münch GmbH, aus der Mintzel-Druck letztlich hervorging, ist mit der Insolvenz der Druckerei nun bereits der zweite Anlauf gescheitert, das Unternehmen zu retten. Am 7. Juni wurde der Insolvenzantrag gestellt und der Rechtsanwalt Kai Dellit zum vorläufigen Insolvenzverwalter berufen. Man beabsichtigt eine Sanierung nach dem ESUG, um zunächst eine Fortführung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen.

Gründe für die Insolvenz von Mintzel-Druck
Wie immer stellt sich die Frage, wie nach der Medienhaus Mintzel Münch GmbH nun auch die geschichtsträchtige Mintzel-Druck in eine wirtschaftliche Schieflage geraten konnte? Die Insolvenzverwaltung nennt den allgemeinen Abwärtstrend in der Druckbranche und den Verlust eines Großkunden als letztendlichen Auslöser für einen akuten Liquiditätsengpass. Dass Beispiel zeigt aber auch, wie wichtig es auch oder vielleicht gerade für traditionelle Unternehmen ist, vorausschauend zu planen und die eigene Finanzierung zu sichern. Mit der Debitos Forderungsbörse erhalten Unternehmen erstmals in Deutschland die Möglichkeit, unabhängig von traditionellen Kreditgebern kurzfristig ihre Liquidität zu erhöhen. Dabei lässt sich der Verkauf von Forderungen auch innerhalb des ESUG darstellen, bietet doch der Sanierungsplan einen Ansatz zur Working Capital Optimierung, ohne das im Nachhinein der Insolvenzverwalter Forderungsverkäufe rückgängig machen kann. Auf diese Weise trägt Debitos dazu bei, in der Argumentation gegenüber dem Insolvenzgericht einen echten Marktpreis vorlegen zu können und mehr Unternehmen erfolgreich aus dem ESUG herauszuführen.

Insolvenz in letzter Konsequenz?
Wie die Zukunft von Mintzel-Druck aussieht lässt sich schwer sagen. Scheitert die Sanierung nach dem ESUG, so würde damit eine fast 390 Jahre alte Tradition der 1625 gegründeten Druckerei beendet. Auf der anderen Seite hat der immense Preisdruck in der Branche zu starken Preisverlusten geführt. In Anbetracht eines boomenden Online-Geschäfts, des Trend zu eBooks und in der Konsequenz weiter steigendem Druck auf die Druckbranche spricht wenig dafür, dass sich dies ändern wird. Die jüngsten Insolvenzen der FTD, der Frankfurter Rundschau und des Suhrkamp-Verlags bestätigen den erheblichen Umbruch, in dem sich die Druck- und Verlagsindustrie befindet. Dies bedeutet auch für Gläubiger rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen. Ein langwieriges Insolvenzverfahren kann erhebliche Ressourcen binden und vom Tagesgeschäft ablenken. Auch hier bietet ein regressloser Verkauf über die Online-Forderungsbörse der Debitos GmbH ein attraktive Möglichkeit, dank des Auktionsverfahrens in kürzester Zeit einen transparenten Preis zu erzielen.

 



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