Offenbacher Kickers haben Insolvenz angemeldet

Auch wenn wir mit unserer Online-Forderungsbörse unseren Geschäftssitz in Frankfurt am Main haben, hat uns diese Nachricht nicht gefreut. Kaum, dass die aktuelle Fußballbundesliga-Saison mit einem triumphalen Triple des Rekordmeisters FC Bayern München zu Ende gegangen ist und das Transfer-Karussell an Fahrt aufnimmt, scheint für andere die sportliche Sackgasse erreicht. So meldete der hessische Traditionsklub Kickers Offenbach vor wenigen Tagen Insolvenz an. Endgültiger Auslöser der Insolvenz war die Weigerung des Zulassungs-Beschwerdeausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dem mit über 9 Millionen Euro verschuldetem Drittliga-Fußballverein die Lizenz zu erteilen und die Spielberechtigung für die kommende Saison zu entziehen. Kickers-Geschäftsführer David Fischer jedoch möchte trotz dieser Entscheidung die Hoffnung auf Rettung nicht aufgeben: „Da wir der festen Überzeugung sind, alle Lizenz-Auflagen zu erfüllen, werden wir nun die nächste höhere Instanz, das DFB-Schiedsgericht, ersuchen, den Sachverhalt neu zu beurteilen.“

Insolvenz im Fußball keine Seltenheit
Während die OFC-Verantwortlichen nun das DFB-Schiedsgericht anrufen und den Sturz ins Bodenlose verhindern wollen, kämpft im Westen Fußballdeutschlands ein weiterer Traditionsverein ums Überleben. Auch der Zweitligist MSV Duisburg wurde durch die Lizenzverweigerung seitens des DFB kalt erwischt und wehrt sich nun gegen den Zwangsabstieg in die Regionalliga. Es liegt in der Natur unseres Geschäfts, dass wir immer wieder auch von Fußballvereinen hören, die mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben. Auch diesen Vereinen steht mit Debitos eine Möglichkeit offen, Forderungen mit Zahlungsziel in der Zukunft ebenso wie bereits kaufmännisch ausgemahnte und titulierte Forderungen im Auktionsverfahren zu verkaufen. So erhalten Vereine ganz ohne langwierige Verhandlungen mit Gläubigern sofortige Liquidität und die notwendige Zeit für weitere Maßnahmen. Im Fußball heißt es also: Offene Forderungen lieber früher von der Auswechselbank nehmen und ins Spiel bringen – für eine größere Unabhängigkeit in der Finanzierung und kurzfristige Erhöhung der Liquidität.

Stadt im Zwiespalt
Inmitten der Meldungen von der Insolvenz der Kickers sowie deren wirtschaftlicher und sportlicher Zukunft sieht sich auch die Stadt Offenbach in einer misslichen Lage. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Zuschüsse, die beim Bau des OFC-Stadions geleistet wurden, hat Offenbach ein hohes am weiteren Bestehen des Vereins. Gleichzeitig will die Stadt einen vollständigen Leerstand des Stadions und damit erhebliche Mietausfälle vermeiden. Andererseits kann sie es sich jedoch nicht leisten, aus Gründen des Standortmarketings auf Kosten der Steuerzahler weitere Mietstundungen für das Stadion als „Dauersubvention“ zu gewähren. Allerdings, und auch das gilt es zu beachten, ist eine Insolvenz nicht das Ende allen unternehmerischen Handelns!

 



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