Non-Performing Loans in Südeuropa bei über 12 Prozent

In Südeuropa ist eine bedrohliche Entwicklung zu beobachten. So wächst der Anteil der Non-Performing Loans (NPL) in den Peripheriestaaten Griechenland, Irland, Portugal, Spanien aber auch Italien beständig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von JP Morgan. Demnach war bei den faulen Krediten zuletzt ein Wachstum von jährlich 2,5 Prozent zu beobachten. In den meisten Fällen sind die Gläubigerbanken – auch aus Deutschland – dazu gezwungen, diese Darlehen bis auf einen Minimalwert oder sogar vollständig abzuschreiben. Umso schmerzhafter ist in der aktuellen Krise der Anstieg des NPL-Volumens, bedeutet dies doch, dass alle Kreditnehmer diese Kosten in Form von höheren Zinsen zu tragen haben. Um die Kosten für die Allgemeinheit aber auch den administrativen Aufwand bei den Gläubigern zu minimieren, lohnt sich daher die Verwertung notleidender Kredite durch regresslosen Verkauf für alle Beteiligten.

Erhebliche Unterschiede beim NPL Volumen in der Eurozone
Eurozone NPL as Percentage of Total Loans JP MorganInnerhalb der Eurozone finden sich erhebliche Unterschiede bei der Quote der notleidenden Kredite. Während beispielsweise in Griechenland 25 Prozent aller Darlehen vom Ausfall bedroht sind, liegt der Anteil der NPL in Irland bei 19 Prozent, in Italien bei 13,4 Prozent, und in Spanien sowie Portugal bei rund zehn Prozent. Insgesamt beträgt der Anteil der NPLs in den südlichen Ländern der Eurozone mehr als 12 Prozent des gesamten Kreditvolumens und ist damit fast zehnmal so hoch wie in Deutschland. IN Zahlen bedeutet dies, dass Gläubigerbanken in Südeuropa insgesamt 720 Milliarden Euro an faulen Krediten schultern müssen. Es stellt sich in Anbetracht des steigenden Volumens notleidender Kredite die Frage, wie die EZB mit diesem Problem umgeht. Wird die EZB ihr vorrangiges Ziel der Sicherung der Preisstabilität in der Eurozone weiter verlassen und auch NPLs aufkaufen und/oder als Sicherheiten für EZB-Finanzierungen zulassen?.

Verwertung notleidender Kredite über Debitos kennt nur Gewinner
Ganz unabhängig von der Entscheidung der EZB steht deutschen Gläubigerbanken bereits heute eine effiziente Möglichkeit offen, unbesicherte notleidende Kredite zu verkaufen. Die Online-Forderungsbörse der Debitos bietet hierfür eine Plattform, über die neben der Selektion und Ansprache qualifizierter Investoren auch die Due Diligence, Preisfindung im transparenten Auktionsverfahren sowie die Vertragsabwicklung revisionssicher gewährleistet ist. In dieser Konstellation erzielen Gläubiger einen (außerordentlichen) Ertrag und bereinigen ihre Bilanzen, Investoren können Forderungen zu hohen Abschlägen erwerben, und Schuldner profitieren von einem Erlass eines Großteils ihrer Schulden. Last but not least müssen Banken die Kosten der Kreditausfälle nicht mehr vollständig auf alle weiteren Kreditnehmer umlegen, so dass auch hier die Zinskosten mittelfristig reduziert werden dürften.

 



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