Öffentliches Defizit im gesamten Euroraum erschreckend

Die Statistikbehörde Eurostat hat jüngst aktuelle Daten über das öffentliche Defizit im Euroraum veröffentlicht. Die Daten zeigen eine besorgniserregende Entwicklung auf: So lag das Defizit der öffentlichen Hand Ende 2012 im Euroraum bei 3,7% des BIP, in der EU27 sogar bei 4% des BIP. Ende 2011 lagen die Werte noch bei 4,2% und 4,4%. Diese Rückgänge sind darauf zurückzuführen, dass neben einem kleinen Wachstum beim BIP parallel auch das Defizit nominell leicht gefallen ist. Die Schuldenstände sind im Jahresvergleich jedoch im Euroraum von 87,3% des auf 90,6% des BIP im Euroraum und von 82,5% auf 85,3% des BIP in der EU27 gestiegen. Dabei ist die Verteilung der Schulden ebenso heterogen wie die jeweiligen Bevölkerungen und Regierungen des Kontinents: Deutschland kann für 2012 zwar als einziges Land einen Haushaltsüberschuss vorweisen, der Verschuldungsgrad liegt jedoch auch hierzulande bei 81,9% des BIP. Unter 40% Verschuldung weisen lediglich Estland (10,1%), Bulgarien (18,5%), Luxemburg (20,8%), Rumänien (37,8%) und Schweden (38,2%) auf. In Frankreich hingegen stieg die Verschuldung von 85,8% auf 90,2% des BIP. Damit durchbrach auch Frankreich jene Schuldenschallgrenze von 90 Prozent des BIP, die nach landläufiger Meinung den Übergang in eine Staatspleite markiert.

Schultern der Schulden bald unmöglich?
Bei Betrachtung der 2012er-Haushaltsdefizite von Griechenland (156,9%), Portugal (123,6%), Italien (127,0%) und Irland (117,6 %), so wird das Ausmaß der aktuellen Krise deutlich. So warnen Ökonomen zu recht davor, dass die zunehmende Belastung mit Verbindlichkeiten und Zinsen nicht nur am Vertrauen an die Leistungsfähigkeit europäischer Volkswirtschaften kratzt. Durch die Gemeinschaftswährung wird diesen Ländern die Möglichkeit genommen, eine Währungspolitik zu betreiben, die der volkswirtschaftlichen Stärke des jeweiligen Landes angepasst ist. Immer mehr Experten vermuten demzufolge auch, dass eines dieser Länder irgendwann unter der auferlegten Last zusammenbrechen wird. Fest steht, dass bei einbrechender Konjunktur und tiefen Löchern in den Staatskassen eben auch kein Geld zur Verfügung steht, um die Binnenwirtschaft in der Krise anzukurbeln. Neue Schulden zugunsten eines Anfeuerns des BIP wiederum tragen zur weiteren Verschärfung der Defizite bei und schränken die Handlungsfähigkeit der jeweiligen Staaten noch weiter ein.

Verkauf von Forderungen gegen die öffentliche Hand
In Anbetracht dieser Sachlage und steigendem Inflationsdruck aufgrund der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank lässt sich argumentieren, dass die wirtschaftlichen Anreize für Unternehmen inzwischen so gesetzt sind, dass eine möglichst hohe Verschuldung sinnvoll ist. Alternativ wird ein Verkauf von Forderungen über die Debitos Forderungsbörse immer attraktiver, denn schließlich können so lange Wartezeiten auf den Geldeingang nach Leistungserbringung (gegenüber der öffentlichen Hand) erheblich reduziert werden. Vor allem ermöglicht die Online-Forderungsbörse inzwischen auch den Verkauf von Forderungen gegen Unternehmen mit Sitz im europäischen Ausland. Dabei ist vollkommen irrelevant, ob die Forderung erst in der Zukunft bezahlt werden soll oder das Zahlungsziel bereits überschritten ist. In jedem Fall führt das transparente Auktionsverfahren beim Verkauf der Forderungen zusammen mit dem Wettbewerb zwischen mehr als 130 qualifizierten Käufern dazu, dass Verkäufer stets einen fairen Preis erhalten und ihre Erlös maximieren.

 



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