Kreditinstitute: Zahlungsstörungsrisiken kalkulierbarer machen

Das „European Credit Risk Survey“ des Anbieters von Predictive-Analytics-Lösungen FICO und der European Financial Marketing Association (Efma) zeigt nun auch auf Mikroebene, was sich auf Makroebene im Finanzdienstleistungssektor längst etabliert hat: Im europäischen Bankensektor existiert ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle, das mit steigender Angst der Kreditinstitute vor Zahlungsstörungen und Zahlungsausfällen einhergeht. So geben gut 70 Prozent der in Spanien und Portugal befragten Risikomanager in der Studie einen steigenden Bedarf an Systemen zur Vorhersage und Bearbeitung von Zahlungsstörungen (Predictive Analytics) an. Damit wollen sie künftig noch besser vorhersagen können, welche Kosten bei Beitreibung von zahlungsgestörten Forderungen auf sie zukommen. Zudem erhoffen sich die Risikomanager, mithilfe der Prognosemodelle noch präziser und schneller einschätzen zu können, wie sich Veränderungen auf makroökonomischer Basis auf das Risiko der Vergabe von Krediten auswirken. Mit Debitos steht deutschen Finanzinstituten bereits heute eine effiziente Plattform zur Verfügung, um qualifizierte Investoren für notleidende Kredite und Insolvenzquoten zu selektieren, anzusprechen, im Auktionsverfahren transparente Preise zu erzielen und einen standardisierten Kauf- und Abtretungsvertrag abzuschließen.

Höhere Automatisierung der Prozesse im Risikomanagement notwendig
Die Modelle zur Vorhersage von Zahlungsausfällen und jene zur besseren Einschätzung von Betrugsversuchen müssen laut der im „European Credit Risk Survey“ befragten Risk Manager noch weiter automatisiert werden. Auf diese Weise ließen sich Zeitaufwand und Kosten weiter senken. In einer idealen Welt kann das Risikomanagement-System nach Zahlungsausfall sofort jene Fälle in ein Portfolio bündeln und durch Verkauf über eine Online-Forderungsbörse das Risiko an einen Investor abgeben. Dabei muss der Verkäufer aufgrund der Sensibilität der Daten stets die Kontrolle behalten, welche Käufer Zugriff auf die Forderungsdaten erhalten. Außerdem müssen sämtliche Daten verschlüsselt übertragen und idealerweise in einem KWG-konformen Rechenzentrum gespeichert werden. Nur eine maximale Standardisierung der Prozesse schafft dabei die Effizienz und Geschwindigkeit, die einer Bank echten Mehrwert beim Verkauf von Forderungen schafft.

Risikomanagement: Barometer für Entwicklungen
Die in der FICO-Studie befragten 130 Risikomanager von mehr als 100 europäischen Kreditinstituten geben mit ihren Einschätzungen eine deutliche Richtung für die  Entwicklungen der europäischen Volkswirtschaften und daraus resultierende Zahlungsstörungen vor. Ihre erhöhte Sorge um die Zunahme von Kreditausfällen ist auch dann ein deutliches Signal, wenn berücksichtigt wird, dass FICO als Provider dieser Studie ein Anbieter entsprechender Software ist. Die aktuellen Entwicklungen weisen darauf hin, dass nicht nur Kreditgeber sich weiter wappnen und ihr Kernkapital durch Bilanzbereinigung stärken, sondern auch Unternehmen vorsorgen müssen, um sich alternative Finanzierungsmodelle zu erschließen und damit lebenswichtige Liquidität zu sichern.

 



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