Studie zum Online-Handel: Zahlen übers Zahlen

Neun von zehn deutschen Internetnutzern kaufen im Netz ein, so dass das rasante Wachstum des Online-Handels nicht weiter verwundert. Bei den Bezahlmethoden sind wir aber altmodisch und bevorzugen immer noch die klassische Rechnung. Diese Präferenz zeigt sich laut der Studie „Erfolgsfaktor Payment“ der Marktforschungsgesellschaft ibi Research und der Universität Regensburg bei allen Altersgruppen. Demnach zahlen insgesamt 45 Prozent der Online-Shopper am liebsten erst nach Erhalt der bestellten Ware durch Überweisung.

Angebotene Zahlungsmethoden als Zwickmühle für Online-Händler
Eine Zwickmühle für die Online-Händler, denn sie müssen im die Zahlung auf Rechnung anbieten, während die Zahlungsmoral der Kunden nach Erhalt der Ware merklich nachlässt. So kommt die Studie auch zu der Erkenntnis, dass die Mehrheit der Kaufabbrüche immer dann stattfindet, wenn Kunden unter den Zahlungsmöglichkeiten die Option „Rechnung“ nicht finden. Würde diese Zahlungsmöglichkeit eingeführt, so könnte die Quote der Kaufabbrüche um bis zu 80 Prozent reduziert werden, so die Studie. Ein Grund, weshalb immer mehr Unternehmen auf innovative Lösungen wie den Forderungsverkauf über Debitos zurückgreifen. Schließlich sind die Bezahlmethoden Kreditkarte mit lediglich 20 Prozent auf dem zweiten Platz und Paypal mit 19 Prozent auf Platz drei noch weit abgeschlagen.

Zahlungsmoral auf Rechnung?
Kunden lieben den Rechnungskauf. So bestätigt die Studie, was der gesunde Menschenverstand vermuten lässt. Gezahlt wird erst, wenn die Ware eingetroffen ist. Ab dem Zeitpunkt kann de facto der Kunde das Zahlungsziel bestimmen. Für die Händler bedeutet das Bezahlen auf Rechnung daher immer ein Risiko, denn sie müssen auf den Zahlungseingang warten. Gemäß einer Befragung des Shopbetreiber-Blogs dauert das aber in der Regel gar nicht so lange: 40 Prozent der 158 befragten Online-Händler, die Rechnungskauf anbieten, schätzen die Zahlungsmoral ihrer Kunden als „sehr gut“ oder „gut“ ein. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass 60 Prozent der Online-Händler nicht so begeistert sind. Konkret bewerten 37 Prozent der Shopbetreiber die Zahlungsmoral ihrer Kunden als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Daher nutzen vermehrt auch Online-Händler die Deutschlands erste Forderungsbörse, um ihre Forderungen direkt in Liquidität umzuwandeln und auf diese Weise ihre Unabhängigkeit von der Zahlungsmoral ihrer Kunden zu erhöhen.

 



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