Rettung für insolvente Frankfurter Rundschau?

Nach der Meldung über die Insolvenz der Frankfurter Rundschau keimt nun die Hoffnung auf Rettung – und das nicht nur für die Gläubiger. Zwar stellt Debitos immer eine attraktive Möglichkeit für insolvente Unternehmen dar, ihre Liquidität durch den Verkauf von Forderungen zu erhöhen. Neue Investoren können zugegebenermaßen aber mehr bewirken. Nachdem die jahrzehntelang als direkte Konkurrenz betrachtete Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte, bietet nun aber auch ein anderer Interessent mit. Das Konzept des türkischen Verlegers Burak Akbay sieht vor, die Rundschau als überregionale Zeitung mit einem eigenen Druckhaus zu etablieren und dabei etwa 100 Stellen in der Redaktion zu erhalten.

Mögliche Wege aus der Insolvenz mit Spannung betrachtet
In Anbetracht dieser jüngsten Entwicklung ist die Spannung entsprechend groß, was Burak Akbay hinsichtlich Stellenerhalt und Gehalt zu bieten hat. Als Verleger der türkischen und regierungskritischen „Sözcü“ kennt dieser sich auch mit internationalen Formaten aus. So druckt und vertreibt sein Verlag internationale Zeitungen in der Türkei. Daher verwundert es nicht, dass ihn als Investor auch die Druckerei der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH interessiert. Hier könnten seiner Vorstellung nach nicht nur die Frankfurter Rundschau sondern auch 20.000 bis 30.000 Exemplare seiner Tageszeitung „Sözcü“ für den deutschen Markt gedruckt werden.

Zwischen Kartellamt und Solidaritätsabo
Währenddessen prüft das Kartellamt die Übernahmepläne der FAZ. Es soll untersucht werden, ob bei einem „Verschwinden“ der Rundschau der Marktanteil ohnehin an die FAZ fallen würde. Außerdem soll nach ernsthaften alternativen Käufern Ausschau gehalten werden, von denen einer in Form von Burak Akbay bereits gefunden sein könnte. Gleichzeitig bemüht sich die Frankfurter Rundschau selbst um ihren Erhalt. Gegen die Übernahme durch die FAZ regt sich nämlich interner Widerstand, da in diesem Falle nur etwa 30 Mitarbeiter aus der Redaktion übernommen würden. Insgesamt geht es bei der Übernahme der Rundschau um 450 Arbeitsplätze. Rund die Hälfte arbeitet im Druckzentrum.

 



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