Urgestein der Spiele-Industrie Atari meldet Insolvenz an

In den vergangenen Tagen berichteten wir, dass Insolvenzverwalter für 2013 mehr Insolvenzen erwarten. Diese Prognosen waren aber ausschließlich auf Deutschland bezogen. Doch auch Urgesteine einer Industrie sind nicht vor einer Pleite gefeit. Dies bewies in der vergangenen Woche der Insolvenzantrag von Atari als Pionier der Spiele-Industrie. Allerdings stellte bisher lediglich die US-Tochter des französischen Mutterkonzerns Atari S.A., die Atari Inc., zusammen mit drei weiteren Firmen einen Insolvenzantrag für das USA Geschäft. Doch der Stecker soll nicht endgültig gezogen werden. Presseinformationen zufolge hat Atari Inc. bereits mehrere Millionen US-Dollar zurückgelegt, um sich künftig einen Platz auf dem Markt der mobilen Spiele zu sichern. Schließlich existiert in den USA schon seit langem das sogenannte „Chapter 11“, bei dem Unternehmen eine Chance zur Sanierung in Eigenregie erhalten. Angelehnt an dieses in der Vergangenheit durchaus erfolgreiche Modell wurde zum 1. März 2012 mit dem ESUG auch in Deutschland die Möglichkeit eines Schutzschirmverfahrens eingeführt.

Liquidität bei Unternehmenssanierung besonders wichtig
Gerade im Rahmen einer Unternehmenssanierung kommt der Liquidität eine besondere Rolle zu. Liquidität schafft schließlich nicht nur Freiheiten, sie beruhigt auch Zulieferer, Kunden und Mitarbeiter. Entsprechend ist zu begrüßen, dass im Rahmen des Sanierungsplans als ein Element zur Schaffung von kurzfristiger Liquidität der Forderungsverkauf ein probates Mittel darstellt. Auch für Investoren in diese Forderungen ergibt sich ein essentieller Vorteil: Wir der Verkauf von Forderungen im Sanierungsplan festgeschrieben, so kann auch bei später folgender Insolvenz der Forderungsverkauf durch den Insolvenzverwalter nicht angefochten werden. Aufgrund dieser latenten Möglichkeit sind Investoren in der Vergangenheit in Sanierungsfällen von einem Forderungskauf eher zurückgeschreckt.

Pleiten-Chronologie und Wiederbelebung
Bereits vor gut 20 Jahren stand Atari schon einmal vor der Pleite – und fand später unter dem Dach des französischen Unternehmens Infogrames (jetzt Atari S.A.) ein neues Zuhause. Die Wiederbelebung der Atari-Klassiker wie Warlords und Breakout für neue Formate wie iOS, Android und Webbrowser gelang jedoch nur bedingt. Um sich nun von der aktuellen Insolvenz zu erholen, sucht Atari bereits nach solventen Investoren. Neue Eigentümer sollen dem Pionier der Unterhaltungsindustrie dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Die Abspaltung vom Mutterkonzern ist dabei ein Teil der geplanten Restrukturierung, Sanierung und Neuaufstellung.

 



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