Deutschland-Index: Weniger Insolvenzen prognostiziert

Der Hoppenstedt360 Deutschland-Index bildet als Bonitätsindex die Wahrscheinlickeit deutscher Unternehmen ab, in den kommenden zwölf Monaten entweder in die Insolvenz zu rutschen oder die Geschäftstätigkeit einzustellen. Das besondere an diesem Index ist die Tatsache, dass er nicht auf Befragungen sondern auf mathematisch-statistischen Berechnungen basiert. Im Oktober 2012 lag der Deutschland-Index mit 90,7 Prozent leicht unter dem September-Wert (91,7 Prozent). Die Wirtschaftsauskunftei Hoppenstedt360 geht daher davon aus, dass die Zahl der Insolvenzen in Deutschland in den nächsten 12 Monaten leicht rückgängig sein wird. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung mahnt Martin Zuberek, Direktor und Risikoexperte der Hoppenstedt360 GmbH, zur Vorsicht: „Sowohl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum als auch zum vorherigen Quartal ist die Entwicklung leicht positiv. Dennoch ist eine gewisse Vorsicht angebracht, da sich die Konjunktur weiter abschwächt.“

Unsicherheitsfaktoren Euro-Krise und Fiscal Cliff
Vor allem belastet neben der Schuldenkrise in der Euro-Zone auch die sogenannte Fiscal Cliff in den USA die konjunkturellen Aussichten. Die Fiscal Cliff bezeichnet dabei die gesetzlich verankerte scharfe Reduktion des Haushaltsdefizits, die durch automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen erzielt werden soll, falls US-Regierung und Opposition sich in den kommenden Wochen nicht auf auf einen Kompromiss einigen. Das wirtschaftliche Resultat wäre aller Voraussicht nach eine Rezession. Da die Vereinigten Staaten als einer der wichtigsten Exportmärkte für Deutschland gelten, würde eine dortige Rezession auch deutsche Unternehmen in Mitleidenschaft ziehen. „Dreht die globale Wirtschaft aber stark ins Minus, werden sich deutsche Unternehmen dem nicht lange entziehen können“, sagt Martin Zuberek. Als krisenfeste Erweiterung jedes Finanzierungsmixes bietet die Debitos Forderungsbörse die Möglichkeit, einzelne Forderungen ohne Bindung an Rahmenverträge zu verkaufen und auf diese Weise kurzfristig Liquidität zu generieren.

Statistisches Bundesamt zeigt Zunahme der Insolvenzen
Allerdings steht der Hoppenstedt360 Deutschland-Index im Widerspruch zu verschiedenen anderen Insolvenzprognosen. So hatten bereits kurz vor dem Jahreswechsel Kreditversicherer für 2013 eine Zunahme der Insolvenzen prognostiziert. In diesem Zusammenhang warnte der Vorstand der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Helmut Rödl: „Die deutsche Wirtschaft muss sich auch im nächsten Jahr auf eine Pleitewelle einstellen.“ Das Statistische Bundesamt bestätigt diese Befürchtungen und meldet im Jahresvergleich eine Zunahme der Unternehmensinsolvenzen (insgesamt 2.405 Unternehmen) um 1,8 % für den Oktober 2012. Bei den Amtsgerichten meldeten Gläubiger für diesen Zeitraum insgesamt Forderungen in Höhe von 4,7 Milliarden Euro an (Oktober 2011: 2,7 Milliarden Euro). Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass Insolvenzen sich zum Teil Jahrzehnte lang hinziehen können. So lange müssen dann auch Gläubiger auf ihr Geld warten. Eine interessante Alternative ist es da, zur Insolvenztabelle angemeldete Insolvenzforderungen auf Deutschlands erster Forderungsbörse zu verkaufen. So erhalten Gläubiger zeitnah ihr Geld und müssen sich nicht mehr mit ihrem Schuldner beschäftigen.

 



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