Digitaler Wandel in der Finanzwelt schreitet voran

Dirk Elsner bietet in seinem zum besten Finanzblog des Jahres 2012 gekürten Blick Log interessierten Lesern wertvolle Informationen und spannende Insights in Innovationen und Entwicklungen im Finanzdienstleistungssektor. In einem seiner Gastartikel für die Online-Ausgabe des Wallstreet Journal Deutschland beleuchtet er die Trends der Finanzwelt im Rück- und Ausblick. Dabei gewinnt die digitale Welt seiner Meinung nach zunehmend an Bedeutung, zumal „immer mehr Newcomer mit Produkt- und Prozessinnovationen die bisherigen Wertschöpfungsketten im Finanzwesen aufbrechen“. Neben innovativen Lösungen für das mobile Bezahlen stellt auch Debitos ein Beispiel hierfür dar. Schließlich ermöglicht Deutschlands erste Forderungebörse Unternehmen erstmals, ohne Investitionen in teure IT-Infrastruktur oder langfristige Verträge künftig fällige Forderungen aber auch ganze Portfolien an Altforderungen direkt zu verkaufen.

Crowdfunding-Plattformen: Hype vor Ernüchterung?
Besonders zahlreich waren im vergangenen Jahr neue Crowdfunding-Plattformen. Diese Art der Schwarmfinanzierung hat sich bisher auf die finanzielle Förderung sozialer oder kreativer Projekte bzw. bis zu einem gewissen Grad auch als Quelle der Kapitalbeschaffung für Start-ups konzentriert. Mit der Verlagerung der Finanzierungsschwerpunkte hin zu Wachstumsfinanzierungen von größeren und etablierten Unternehmen, werden sich diese Plattformen strengeren regulatorischen Herausforderungen (MaRisk, etc.) stellen müssen. Diese Herausforderung, so Dirk Elsner, werden nicht alle zu meistern wissen, so dass es zu einer Konsolidierung des Marktes kommen wird. Es lassen sich aber auch alternative Lösungen finden. Gerade im Online-Handel aktive Start-ups, die stark wachsen aber von wenigen Lieferanten abhängig sind, können längere Zahlungsziele verhandeln, indem sie dem sofortigen Forderungsverkauf durch ihre Lieferanten zustimmen. Der Vorteil: Der Lieferant erhält sein Geld sofort und gibt das Risiko ab, während das junge Wachstumsunternehmen sein Einkaufsvolumen erhöht.

Banken verkaufen Apps als „Revolution“
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie und wohin sich die klassischen Kreditgeber entwickeln werden? Laut Einschätzung des Experten Elsner müssen sie sich vor allem dem schnelleren digitalen Wandel anpassen und in Anbetracht des Aussterbens der Bankfilialen neue Wege der Kundeninteraktion erschließen. Auch wenn sie es versuchen: Dem modernen Kunden lässt sich die Übertragung des klassischen Online-Bankings auf Apps nicht als Revolution verkaufen. Es bleibt also spannend, welche Finanzinstitute den digitalen Zug an sich vorbeifahren lassen, welche noch aufspringen, und welche ganz vorne als Lokführer den Wandel aktiv mitgestalten.

 



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