Symptomatisch: Essener Handwerker beklagen schlechte Zahlungsmoral

Das vergangene Jahr war wirtschaftlich betrachtet kein schlechtes für die Essener Handwerker. Dennoch hat Ulrich Meier, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Essen, stellvertretend für die rund 4.600 Mitgliedsunternehmen der Dachorganisation Grund zur Sorge. Denn die Betriebe leiden zusehends unter der schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden. So werden laut Meier immer häufiger die Zahlungen offener Forderungen unter fadenscheinigen Argumenten und falschen Versprechungen hinausgezögert oder unberechtigte Kürzungen seitens der Kunden vorgenommen. Dies zwinge die Handwerker dazu, sich zwischen einem zeit- und geldraubenden Klageweg oder dem zähneknirschenden Akzeptieren der Kürzungen zu entscheiden. Dabei könnten sie ihre Forderungen auch über die Debitos Forderungsbörse ohne jegliche Bindung an Rahmenverträge direkt verkaufen und so frische Liquidität im Unternehmen erhalten.

Konjunkturelle Eintrübung für 2013 erwartet
Neben der schlechten Zahlungsmoral der Kunden der Essener Handwerksbetriebe sieht Ulrich Meier weitere Herausforderungen auf die Branche zukommen. So werde sich die Konjunktur in diesem Jahr sicher eintrüben. Allerdings könnten mit zusätzlicher Vertriebskraft, offensivem Zugehen auf Bestandskunden sowie durch die Bedienung neuer Marktnischen zu erwartende Auftragseinbrüche abgefedert werden. Schließlich hätten die Handwerksbetriebe in den Krisenjahren 2008 und 2010 Strategien entwickelt, um konjunkturellen Einbrüchen die Stirn zu bieten. Dabei können die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Deutschlands erster Forderungsbörse helfen, indem beispielsweise Forderungen einzeln oder im Paket verkauft und damit der individuelle Finanzierungsmix zusätzlich zu traditionellen Kapitalquellen erweitert werden kann.

Handwerk fordert Berücksichtigung lokaler Betriebe durch öffentliche Hand
Neben einem flexiblen Finanzierungsmix spielt auch die Vielfalt der Auftraggeber eine entscheidende Rolle. Insofern wünscht sich die Kreishandwerkschaft auch, dass die öffentliche Hand bei der Auftragsvergabe stärker die in und um Essen ansässigen Handwerker berücksichtigt. Damit setze man ein Zeichen für Kontinuität, das wiederum positiv nach außen strahle und die Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in Essen fördere. Zudem werde damit auch ein fairer Wettbewerb ermöglicht. Dieser kann andererseits aber auch nur dann fair sein, wenn sich alle Auftraggeber – also private Kunden und die öffentliche Hand – an die vereinbarten Zahlungsbedingungen halten und die Zahlungsmoral nicht weiter auf Kosten der Handwerksbetriebe sinkt. Dazu Ulrich Meier: „Es ist deshalb ein Gebot der Fairness, für gute Arbeit auch zu bezahlen.“

 



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