Frankfurter Rundschau stellt Antrag auf Insolvenz

Mit der Frankfurter Rundschau hat die zweitälteste Tageszeitung Deutschlands einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Die SPD-Medienholding DDVG und der Kölner Verlag Dumont Schauberg als Hauptgesellschafter der Frankfurter Rundschau konnten die Last nicht länger tragen. Schon einige Jahre währte der Kampf um Leser und gegen sinkende Auflagen. Nun musste das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main den Weg zum Amtsgericht antreten. In einem solchen Fall des langsamen aber kontinuierlichen Niedergangs kann selbst der Forderungsverkauf über Debitos nur kurzfristig Abhilfe schaffen, nicht jedoch strukturelle Probleme beseitigen. So sitzt der Schock denn auch tief. Geschäftsführer Karlheinz Kroke, spricht von Trauer und Wut, teilweise aber auch von Erlösung innerhalb der Belegschaft, weil nach langem Hin und Her mit den Insolvenz nun klar sei, wo die Reise hingeht.

Durch Insolvenz droht Ende Januar die Schließung
Mit einem Beitrag in eigener Sache verleihen die Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau ihrer Situation Ausdruck. Findet sich jedoch nicht bald ein solventer Investor, werden die Druck- und Schreibmaschinen wohl Ende Januar 2013 ihren Dienst einstellen müssen. Zu dem Zeitpunkt verlieren dann auch Forderungen gegenüber der Frankfurter Rundschau nochmals erheblich an Wert. Als Lieferant sollten Sie daher rechtzeitig einen Verkauf Ihrer Forderungen in Erwägung ziehen. Auf diese Weise lassen sich Verluste aus Forderungen gegenüber insolventen Kunden verringern, zumal Sie selbst die Angebotsparameter wie den Mindestpreis für eine angebotene Forderung selbst bestimmen können. So können Sie vermeiden, Ihrem Geld schlechtes hinterherzuwerfen. Genau diese Erkenntnis hat der FR-Gesellschafter DuMont Schauberg vielleicht zu spät gewonnen: In den vergangenen Jahren hat der Kölner Konzern noch 136 Millionen Euro in das Frankfurter Verlagshaus gesteckt, und trotzdem wird die Zeitung allein in diesem Jahr voraussichtlich 16 Millionen Euro Verlust machen.

Medienlandschaft steht vor Umbruch
Die Schockwelle der FR-Pleite erreichte viele Re(d)aktionen. Einige mussten es der Rundschau gar gleichtun. So wird auch das Stadtmagazin Prinz als Printausgabe eingestellt. Diese und weitere Fälle (siehe Insolvenz der Nachrichtenagentur dapd, Debitos berichtete) zeigen, dass der Schwund im klassischen Anzeigenmarkt zugunsten von Online-Formaten und die sinkende Anzahl von Abonnenten und Käufern immer mehr Print-Ausgaben das Überleben auf dem Medienmarkt erschwert. Der Siegeszug kostenloser Informationen aus dem Internet setzt sich fort, so dass sich die klassischen Medien neue Konzepte überlegen müssen, um wirtschaftlich fortbestehen zu können. Bisher ist dies der Frankfurter Rundschau nicht gelungen.

 



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