Deutscher Mittelstand mit bester Zahlungsmoral in Europa

„Pünktlichkeit ist die Seele des Geschäfts.“ Dieses Zitat des kanadischen Schriftstellers Thomas Chandler Haliburtun (1796-1865) fasst in bester Art und Weise die aktuellen Ergebnisse einer Umfrage des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B Deutschland zur Zahlungsmoral von Unternehmen in zehn europäischen Ländern zusammen. Deutschland und vor allem der deutsche Mittelstand sind dabei einsame Spitzenreiter, schließlich zahlten von ihnen 74% ihre Rechnungen im Jahre 2011 innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels von meist 30 Tagen. Bei Schlusslicht Portugal lag der Anteil der pünktlichen Zahler lediglich bei erschreckenden 21,8% der Unternehmen – und das bei üblichen Zahlungszielen von 90 bis 120 Tagen. In Anbetracht der Tatsache, dass ausstehende Forderungen das leistungserbringende Unternehmen in seinem Wachstum erheblich hemmen, wundert es wenig, wenn die deutsche Wirtschaft schlichtweg besser funktioniert als die portugiesische. Allerdings: auch hierzulande begleichen 25,3 Prozent der Unternehmen die Forderungen gegen sie nicht pünktlich.

Zahlungsmoral großer Unternehmen im Schnitt deutlich schlechter
Eine weitere Erkenntnis der Studie: Große Unternehmen zahlen im Schnitt deutlich schlechter als kleine und mittelständische Unternehmen. Thomas Dold, Geschäftsführer von D&B Deutschland, merkt dazu an: „Besonders Firmen, die grenzüberschreitend Geschäfte abwickeln, sollten die Zahlungsmoral ihrer ausländischen Geschäftspartner bei ihrem Risikomanagement berücksichtigen.“ Um das Risiko noch weiter zu reduzieren und die Liquiditätsposition zu erhöhen, empfiehlt sich der Verkauf offener Forderungen. Neben dem klassischen Factoring mit Rahmenvertrag und Mindestumsatz ermöglicht die Debitos Forderungsbörse erstmalig in Deutschland auch die Abtretung einzelner Forderungen. So können sich gerade wachstumsstarke mittelständische Unternehmen bankenunabhängig finanzieren.

Zahlungsziele mit erheblichen Schwankungen innerhalb Europas
Der D&B-Zahlungsvergleich zeigt auch die großen Unterschiede bei den Zahlungskonditionen innerhalb Europas. Liegen die üblichen Zahlungsziele in Deutschland bei maximal 30 Tagen, sind es in Portugal und Frankreich zwischen 90 und 120 Tage. Für deutsche Unternehmen kann dies zu einem Wettbewerbsnachteil führen: Während sie dazu verpflichtet sind, ihre inländischen Lieferanten innerhalb von 30 Tagen zu bezahlen, müssen sie bis zu vier Monate auf die Begleichung ihrer Forderungen durch europäische Geschäftspartner warten. Kein Wunder, dass vor diesem Hintergrund immer mehr Unternehmen das Geschäft mit dem europäischen Ausland drosseln oder lediglich auf Vorauskasse liefern.

 



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