Bürgel Schuldenbarometer zeigt weniger Privatinsolvenzen

Bürgel Schuldenbarometer H1 2012Das Bürgel Schuldenbarometer für das 1. Halbjahr 2012 zeigt, dass die Zahl der Insolvenzen privater Haushalte abgenommen hat – und zwar um 4,7 Prozent auf insgesamt 65.581 Fälle. Um bedenkliche 29,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind dagegen die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe bis 25 Jahre angestiegen. So sind es vor allem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zunehmend mit Überschuldung kämpfen müssen. Wer denkt, dass diese Altersgruppe die am schlimmsten betroffene sei, irrt sich: Laut Bürgel Schuldenbarometer sind die 46- bis 59-Jährigen am häufigsten von der Zahlungsunfähigkeit betroffen. Sie machen mit 31,9 Prozent aller Privatinsolvenzen den größten Anteil aus. Die Studie stellt auch fest, dass gerade Unternehmen der Automobil-, Elektronik- und Telekommunikationsbranche enorm unter den Zahlungsausfällen leiden.

Diskrepanz zwischen Einkommen und Konsumverhalten
Der Studie zufolge liegt der häufigste Grund für eine Überschuldung von Privatpersonen in der großen Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Einkommen und dem Konsumverhalten. Offensichtlich leben auch hierzulande einige Personen über ihre Verhältnisse. Umso wichtiger, dass Unternehmern mit Innovationen wie Deutschlands erster Forderungsbörse neuartige Instrumente zur Verfügung stehen, auch ausgefallene Forderungen schnell und einfach zu verkaufen. Aufgrund der geringen finanziellen Polster reichen bei der jüngeren Altersgruppe bereits Schulden in Höhe von 10.000 Euro für das Auslösen einer Privatinsolvenz aus – und das, obwohl die jungen Erwachsenen mit ihren Verbindlichkeiten deutlich unter dem Schulden-Bundesdurchschnitt von knapp 32.000 Euro liegen. Raten- und Kreditkartenkäufe sind aber zu verlockend und führen leider immer wieder in die private Insolvenz.

Regionale Unterschiede, NRW mit den meisten privaten Pleiten
Nordrhein-Westfalen führt als bevölkerungsreichstes Bundesland auch die bundesweite Statistik mit insgesamt 15.324 Privatinsolvenzen in absoluten Zahlen an. Im relativen Vergleich der Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner ist das Bundesland Bremen mit 162 Privatinsolvenzen trauriger Spitzenreiter. Dies Ergebnis ist besonders erschreckend, da es dort gleichzeitig prozentual den höchsten Rückgang gab (minus 17,1 Prozent). Die wenigsten Überschuldungen indes lassen sich in Bayern (58 Insolvenzen je 100.000 Einwohner) messen. Der Bundesdurchschnitt beträgt 80 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner. Zudem rutschen Männer mit 57,9 Prozent aller Fälle häufiger in die Privatinsolvenz als Frauen.

 



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