15% aller Krankenhäuser von Pleite bedroht

Laut der vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) durchgeführten Studie Krankenhaus Rating Report 2012 sind 15% der deutschen Krankenhäuser von einer Pleite bedroht. Das entspricht einem Sechstel der rund 2.050 Kliniken in Deutschland. Stark betroffen von einer latenten Zahlungsunfähigkeit sind vor allem öffentlich-rechtliche Krankenhäuser, während freigemeinnützige oder private Kliniken grundsätzlich besser abschneiden. Insgesamt lässt sich laut der Studie jedoch ein Trend erkennen, der auf eine weiter steigende Insolvenzgefahr hinweist. Denn waren 2010 lediglich 10% der Kliniken von einer Pleite bedroht waren, drohte 2011 bereits 12% aller Krankenhäuser die Insolvenz.

Insolvenzgefahr durch strukturelle Probleme, steigende Löhne und steigende Energiekosten
Gründe für die erhöhte Insolvenzgefahr der rund 300 Kliniken sehen Experten in steigenden Löhnen, höheren Energiekosten und Strukturproblemen auf der einen Seite sowie einer abnehmenden Versorgungsqualität und daher weniger zufriedenen Patienten. Vor allem diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Zukunft vieler Kliniken auf dem Spiel steht. In der Konsequenz steigen in absehbarer Zeit die Kosten stärker als die Erlöse. Die daraus resultierende Konsolidierung des deutschen Krankenhaussektors sieht beispielsweise der Verband der gesetzlichen Krankenkassen nicht nur als Bedrohung. So kommentierte Ann Marini, Sprecherin des GKV-Spitzenverbands: „Wenn einzelne, unrentable Kliniken schließen, ist die Versorgung angesichts der hohen Krankenhausdichte insgesamt nicht in Gefahr, auch wenn es im Einzelfall, etwa auf dem Land, längere Wege bedeuten könnte.“ Statt zu klagen sei der Report vielmehr ein Hinweis, endlich die strukturelle Bereinigung in Angriff zu nehmen.

Auch Forderungsverkauf trägt zu mehr Wirtschaftlichkeit bei
Die Spezialisierung der Kliniken und die Notwendigkeit von mehr Wirtschaftlichkeit kann auch dadurch erreicht werden, dass Krankenhäuser über eine weitere Professionalisierung ihres Risiko- und Kreditmanagements nachdenken. So brächte beispielsweise der Verkauf von offenen Forderungen der Patienten den Kliniken wertvolle Liquidität, die sie für notwendige Investitionen einsetzen könnten. Über die Debitos Forderungsbörse können nämlich auch Unternehmen aus dem Gesundheitssektor offene Forderungen verkaufen. Als Ergänzung zur vielerorts üblich gewordenen Vorauskasse stellt Debitos daher eine valide Option dar.

 



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