Deutsche Konzerne leiden unter schlechter Zahlungsmoral südeuropäischer Kunden

Seit Beginn der Eurokrise wird immer wieder behauptet, dass 1) ein „Bail-out“ der Staaten an der südlichen Peripherie Europas „günstiger“ wäre als diese in den Staatsbankrott laufen zu lassen und 2) Deutschland einer der größten Profiteure des Euro sei. Beide Feststellungen sind mit Vorsicht zu genießen. Wir von Debitos regen an, diese Aussagen nicht pauschal zu akzeptieren sondern vielmehr auch kritisch zu hinterfragen.

Rettungsschirm vs. Staatsbankrott: Kosten nicht vorhersehbar
Zunächst einmal kann de facto kein noch so detailliertes Modell im Detail aufzeigen, wie teuer eine Rettung (der Rettungsversuch?) verschiedener insolventer Staaten der Eurozone vor dem Bankrott sein wird. Zweitens weiß niemand und sollte sich auch niemand anmaßen vorhersagen zu können, ob durch die jetzt gewählte Gangart nicht am Ende des Tages sehr sehr viel „gutes“ Geld dem „schlechten“ hinterhergeworfen wird. Drittens kann aufgrund der Komplexität des internationalen Wirtschaftsgefüges einer relativen Wertung der Kosten möglicher Staatsbankrotte vs. einer Rettung selbiger Staaten kaum ernsthaft Glauben geschenkt werden. Zwar steuern die deutschen Exporte im Jahr 2012 mit 1.124 Mrd. Euro laut Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) ein neues Allzeithoch an. Allerdings werden die Nationen des südlichen Europas inzwischen gezielt gemieden. So sind inzwischen verschiedene deutsche Pharma-Konzerne nicht mehr bereit, 500 bis sogar 800 Tage auf die Zahlungseingänge von Krankenhäusern in Südeuropa zu warten. Als eigentlicher Motor deutscher Exporte manifestieren sich also nicht die Staaten der Eurozone, sondern mehr und mehr neben China auch die Länder Ost- und Südostasiens.

Wachstum im asiatischen Windschatten
Das Geschäft mit den asiatischen Wachstumsregionen legt weiterhin zu, wie BGA-Präsident Anton Börner bemerkt: „Wir gehören zu den größten Profiteuren des Asienbooms und wachsen im Windschatten des asiatischen Wachstums.“ Die Aussichten auf Geschäfte mit den südlichen Ländern der Eurozone hingegen sind getrübt von der Perspektive, dass diese auf kurze und lange Sicht eine rigide Sparpolitik fahren müssen. Für Konzerne wie Bayer, Merck, Fresenius und Henkel stehen daher die Zeichen auf erhöhte Vorsicht bei Geschäften mit südeuropäischen Auftraggebern. Falls deutsche Unternehmen ihre unbeglichenen Forderungen nämlich vor Gericht einklagen wollen stehen die Chancen selten gut, denn viele Unternehmen aus Griechenland, Italien, Portugal oder Spanien erhalten keine Bankkredite mehr. Zudem arbeiten die Gerichte sehr langsam.

Verschleppte Forderungen gehen auf Kosten des deutschen Mittelstands
Während für einenKonzern wieFresenius Außenstände von einer halben Milliarde Euro weniger als drei Prozent des Jahresumsatzes ausmachen, sieht es für deutsche Mittelständler bedrohlicher aus. Sobald nämlich südeuropäische Auftraggeber ihre Zahlungsmoral zurückfahren und die Begleichung von Forderungen hinauszuzögern um sich hierüber günstig zu finanzieren, sehen sich Unternehmen des deutschen Mittelstands mit zum Teil existenzbedrohlichen Liquiditätsengpässen konfrontiert.

Mangelhafter Zahlungsmoral durch Forderungsverkauf vorbeugen
Allerdings kann ein Unternehmen mangelhafter Zahlungsmoral durch stringentes Risikomanagement in der Akquise vorbeugen. Darüber hinaus lässt sich schlechter Zahlungsmoral auch durch den Verkauf von Forderungen begegnen. Hierfür bietet in Deutschland die Debitos Forderungsbörse eine innovative Lösung, da Unternehmen über die Online-Plattform sowohl frische als auch bereits ausgefallene Forderungen einzeln oder im Paket gebündelt verkaufen können. Da keinerlei Bindungen an Rahmenverträge notwendig sind, erhalten Unternehmer maximale Flexibilität für Einzelfallentscheidungen. Außerdem werden über einen einzigen Absatzkanal eine Vielzahl potentieller Investoren erreicht. Diese bieten im Auktionsverfahren auf die angebotenen Forderungen, so dass stets transparente Preise erzielt werden.

 



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