Unternehmensinsolvenzen: Global betrachtet steht Deutschland gut da

Der D&B Global Insolvency Index zeigt, dass das Bild der weltweiten Unternehmensinsolvenzen differenziert zu betrachten ist. Die erfreuliche Nachricht lautet jedoch, dass insgesamt vor allem im Vergleich zu den Rezessionsjahren 2008/2009 weniger Firmen im 4. Quartal (2011) Insolvenz anmelden mussten.

Norden ist oben: Größter Rückgang an Insolvenzen in Nordamerika und Nordeuropa
Neben dem 4-Jahres-Tief der Arbeitslosenanträge in Nordamerika verzeichnet auch der D&B Global Insolvency Index einen Rückgang von 14,2 Punkten für das letzte Quartal 2011. Auch die nördlichen Länder Europas (Dänemark, Finnland, Island und Norwegen) konnten ihre Betriebspleiten um 2,2 Punkte senken. Zugelegt hat hingegen die Eurozone (plus 2,2 Punkte) als ganzes. Dies ist vor allem den ansteigenden Zahl an Insolvenzen in Portugal und Spanien geschuldet. Aber auch die Unternehmenspleiten in Großbritannien legten zu. In Osteuropa stiegen die Schließungen von Betrieben aufgrund von Zahlungsunfähigkeit um 7,6 Punkte. Im Gegensatz hierzu konnte Deutschland als stärkste Wirtschaft der Eurozone im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang bei den Firmenkonkursen vermelden.

Asien: Nur China punktet positiv
Die Volksrepublik China verbuchte bei den Unternehmensinsolvenzen für das 4. Quartal 2011 ein erfreuliches Minus von 24,1 Punkten und stoppte damit den Negativtrend der letzten drei Quartale. Allerdings sehen die anderen Staaten Asiens sich insgesamt mit einer Zunahme von 13,7 Punkten hinsichtlich der gemeldeten Unternehmenspleiten konfrontiert. In den Schwellenländer Taiwan und Singapur nahmen die Insolvenzfälle um 15 respektive 10,8 Punkte zu.

Ausblick & Handlungsempfehlungen
Für das erste Quartal 2012 gibt der D&B Global Business Failures Report insbesondere für deutsche Firmen mit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen die Handlungsempfehlung, Geschäftspartner genau auf ihre finanzielle Situation hin zu prüfen. Die Analysten gehen allerdings auch bei genauer Prüfung davon aus, dass das Insolvenzrisiko auch aufgrund restriktiverer Kreditvorgaben seitens der Banken zunehmen wird. Allerdings sind in der Eurozone hiervon vor allem de hoch verschuldeten Staaten entlang des Mittelmeers betroffen. Aber auch außerhalb der Eurozone, beispielsweise in Australien, wird das Risiko von Unternehmensinsolvenzen vermutlich zunehmen. Deutschland und die USA hingegen sehen trotz Konjunkturdelle eher einem Rückgang des Insolvenzrisikos entgegen.




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