Deutschland ist auf mögliche Insolvenz Griechenlands vorbereitet

Auch wenn die Pleite Griechenlands mit Annahme des Sparpakets durch das griechische Parlament zumindest formell einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung genommen hat, sind nicht nur die Länder der Euro-Zone immer noch in erhöhter Alarmbereitschaft. So haben die Finanzminister der Eurozone das für heute geplante Treffen zur Griechenland-Rettung abgesagt. Da beruhigt zumindest teilweise, dass Deutschland gemäß einer Aussage des FDP-Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle auf eine mögliche Insolvenz Griechenlands vorbereitet ist. Auch die Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, hält einen Schuldenschnitt in Griechenland für keine deutsche Bank für existenzgefährdend.

Helle(ne) Begeisterung sieht anders aus
Zur gleichen Zeit raten Experten den Inhabern griechischer Schuldverschreibungen dazu, diese Papiere im Jahresabschluss 2011 um mindestens 50% abzuschreiben. Auch die staatlichen Gläubiger sollen stärker am privaten Forderungsverzicht beteiligt werden. Am Ende des Tages wird der deutsche Steuerzahler aber die höchste Last tragen – zumal nach der Einschätzung von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bei kritischen Entscheidungen nicht die Bundesregierung sondern der EZB-Zentralbankrat als „wahre Wirtschaftsregierung der Euro-Zone“ am längeren Hebel sitzt. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Krawallen in Griechenland: auch wenn Lucas Papademos als Premierminister der griechischen Interims-Regierung 199 der insgesamt 300 Abgeordneten ein JA zum Sparpaket abringen konnte, könnte die Zukunft der Hellenen und die des Euro getrübt sein.

Deutschland ist gewappnet – der Euro auch?
Auch der Kurs der Gemeinschaftswährung zeigte nach der Annahme des griechischen Sparpakets zunächst optimistisch. Doch gab er schnell nach, was Devisenhändler der schnell folgenden Ernüchterung ob der politischen Kompromisse zuschreiben. So wollte Griechenland noch im September 2011 bis zu 30.000 Beamte entlassen – und wird nun möglicherweise für die Streichung von 15.000 Stellen im öffentlichen Sektor mit dem nächsten Hilfspaket über €130 Milliarden belohnt. Zu recht herrscht daher Skepsis ob der politischen Zukunft der Hellenen. Denn welche Partei auch immer nach den Neuwahlen im April das Ruder in Griechenland übernehmen wird: Die konsequente Fortführung des Sparkurses wird langen Atem, Einigkeit und Durchsetzungskraft verlangen. Die größte Herausforderungen sind jedoch, die Straße und die Eurozone vom nachhaltigen Festhalten an den schmerzhaften aber notwendigen Einschnitten zu überzeugen und den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Forderungsverkauf statt Totalausfall
Anders als die Gläubiger von griechischen Schuldverschreibungen, können Unternehmen eine Alternative zur Abschreibung ausgefallener Forderungen wählen. Der Verkauf über die Forderungsbörse von Debitos sorgt für sofortige Liquidität und vergrößert so den unternehmerischen Handlungsspielraum. Unternehmen aller Größen und Branchen erhalten in innovatives Instrument, noch nicht fällige, an- oder ausgemahnte Forderungen ohne großen administrativen Aufwand im Auktionsverfahren zu verkaufen.

 



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