Debitos beim Topic of the Year 2012 der Group 20+1

Group 20+1: Topic of the Year 2012

Am 30. Januar 2012 lud die Group 20+1 – ein Zusammenschluss von 20 europäischen Wirtschaftsjournalisten in Frankfurt am Main und Dr. Nader Maleki – zu ihrer alljährlichen „Topic of the Year“ Veranstaltung. In diesem Jahr trat die SGL Carbon Group als Hauptsponsor und deren Vorsitzender des Vorstands Robert J. Koehler als Hauptredner auf. Die kurze Einführung, während der Herr Koehler im Wechselspiel mit Dieter Balkhausen Sätze vervollständigte, endete mit dem schönen Dialog „Haben Sie noch ein Schlusswort für uns?“ – „Nee.“

Angeregte Diskussion zu Herausforderungen der Energiewende
Das erste neben Robert Koehler mit Dr. Ing. Klaus Draeger, Mitglied des Vorstands der BMW AG,  Dr. Felix Ferlemann, CEO der Siemens Wind Energy Division, und Dr. Stefan Zoller, Mitglied des EADS Executive Committee und Leiter der Division Cassidian, hochkarätig besetzte Panel diskutierte angeregt die beschlossene Energiewende. Die Redner waren sich einig, dass die Subvention der deutschen Solarbranche über das vergangene Jahrzehnt ein Paradebeispiel der Förderung der neuen Energien war, „wie man es nicht machen sollte, denn der deutsche Steuerzahler hat’s bezahlt, die deutschen Firmen gehen Pleite, und die Chinesen profitieren“. Robert Koehler stellte auch fest, dass die „gravierenden Verschiebungen der tektonischen Platten globaler Gleichgewichte in den nächsten Jahren die Herausforderung für die deutsche Industrie schlechthin“ würde.

Hohe Kosten der Energiewende noch zu klären
Allerdings seien hiesige Unternehmen glücklicherweise bereits besser aufgestellt als andere. Politik, Gewerkschaften und Verbraucher müssten sich aber darüber im klaren sein, dass „die Energiewende ca. €250-300 Mrd. (!!) kosten wird. Dies können nur zwei Gruppen bezahlen: die Verbraucher oder die Unternehmen“. Es wurde auch ein grundsätzlicher Mangel an Energiepolitik vermisst, der der Industrie die arg benötigte Planungssicherheit für Investitionen geben könne. In Anbetracht von Energiekosten in den USA von derzeit umgerechnet €0.02/kWh ist Deutschland nur aufgrund höherer Produktionseffizienz wettbewerbsfähig, energieintensive Produktionsstandorte würden aber aufgrund der hohen Kosten weder jetzt noch in der Zukunft in Deutschland aufgebaut. Trotzdem waren sämtliche Unternehmer sich einig, dass die Energiewende auch enorme Chancen birgt.

Realwirtschaft – Geisel der Finanzkrise?
Unter dieser Überschrift setzten sich Dr. Andreas Dombret, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH, Klaus-Peter Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank AG und Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstands von Klöckner & Co. mit dem aktuellen Marktumfeld auseinander. Interessant zu dieser Diskussion und der Kreditvergabe waren auch folgende Kommentare von Robert Koehler aus der Eröffnungsrunde. „Die Banken wollen gar nicht mehr leihen. Das passt nicht mehr in deren Geschäftsmodell.“ sowie „Der angelsächsische Kapitalismus ist ebenso überholt wir das sozial-überlastete System Europas. Beide können und werden in ihrer aktuellen Form nicht überleben.“ Ebenso wie die – richtig angepackte – Energiewende bietet aber auch ein Eintreffen dieser zunächst düster wirkenden Prognose enorme Chancen. Bereits heute kann sich die Industrie dank innovativer Finanzierungsinstrumente wie dem Online-Forderungsverkauf der Geiselhaft der Eurokrise zum Teil entziehen. Es bleibt spannend zu beobachten, welche zusätzlichen Möglichkeiten die Zukunft bringt und welche Rolle die Banken annehmen werden.

 



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