Insolvenzrisiko in 2012 am höchsten für Logistiker

Ob und wie das neue (Geschäfts)-Jahr für die Logistikbranche brummen wird, ist laut der Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes stark von der Größe der Unternehmen und deren Zusatz-Dienstleistungen abhängig. So seien in diesem Jahr 25 von 1.000 Logistikunternehmen von der Pleite bedroht. Im Jahr 2011 fuhr mit rund 600 von 23.500 Spediteuren die gleiche Quote von ca. 2,5% in die Insolvenz. Die Konzentration drohender Zahlungsunfähigkeit vor allem in der Logistikbranche ist laut Expertenmeinung sowohl dem starken Wettbewerb als auch dem hohen Kostendruck aufgrund teurer Kraftstoffe und Maut geschuldet. Diese können vor allem kleinere und mittlere Spediteure nicht mehr schultern, während große Konzerne die Kosten mit höherem Frachtvolumen, einem diversifizierteren Leistungsportfolio und professionellerem Liquiditätsmanagement besser abfangen können.

Anstieg der Insolvenzquote auch für weitere Industrien erwartet
Aber auch bei einigen verwandten Branchen wird das Jahr 2012 aller Voraussicht nach wohl nicht ganz rund laufen. Euler Hermes sieht demnach die Kfz-Zulieferbetriebe als ähnlich gefährdet an. Hier sei das Insolvenzrisiko am zweithöchsten. So wird erwartet, dass in diesem Jahr ca. 19 von 1.000 Firmen die Werkstore aufgrund von Insolvenz schließen. Dies entspräche einem Anstieg von 14% im Vergleich zu 2011. Hier spielen vor allem strukturelle Probleme eine Rolle. An dritter Stelle schließlich findet sich die Druckindustrie. Sie müsse 2012 mit einer Insolvenzquote von 1,8% rechnen. Insbesondere in der letztgenannten Industrie sind für die zunehmende Zahl an Pleiten laut des Kreditversicherers in erster Linie der hohe Kostendruck, starker Wettbewerb auch seitens der neuen Medien sowie angespannte Ertrags- und Finanzlagen verantwortlich.

Insolvenzquote als Spätindikator der Konjunktur
Als Spätindikator konjunktureller Ab- und Aufschwünge steigen Insolvenzen auch bei einer Verschärfung wirtschaftlicher (Schulden-)Krisen nicht sofort rapide an, sondern spiegeln die wirtschaftliche Entwicklung eher zeitverzögert wider. Insgesamt rechnet man deshalb bei der Euler-Hermes-Prognose damit, dass trotz Euro-Krise in Deutschland in diesem Jahr „nur“ rund 30.300 Unternehmen Insolvenz anmelden werden. Das wäre ein leichter Rückgang von 0,7% im Vergleich zum Vorjahr. So könnten die Unternehmenspleiten im Industriegewerbe zunehmen, während Branchen wie der Bau, Handel und die Dienstleistungsindustrie eher mit rückgängigen Insolvenzquoten rechnen dürfen. Für alle gilt jedoch, dass rechtzeitige Vorsorgemaßnahmen getroffen werden müssen. Für das Liquiditätsmanagement bedeutet dies, Instrumente zu implementieren, über die auch ausgefallene Forderungen verwertet werden können. Eine Abschreibung scheint in diesem Zusammenhang oftmals der schnellste und einfachste Weg, um zumindest steuerliche Vergünstigungen zu realisieren. Ein Forderungsverkauf über die Online-Börse von Debitos bietet führt aber nicht nur zu einem Mehrerlös relativ zu Abschreibung, sondern führt dank hoher Standardisierung auch nur zu minimalem administrativen Aufwand.

Positiver Ausblick für den Automobilmarkt
Im Vormarsch begriffen ist hingegen der globale Automobilmarkt. In seiner Branchenanalyse vom Dezember 2011 sieht der Kreditversicherer Euler Hermes weiteres Wachstumspotenzial für die Kfz-Hersteller weltweit. Dabei ist der Markt jedoch stark segmentiert. Während sich beispielsweise die Märkte in Indien, Brasilien, in Deutschland und den USA langsam stabilisieren, wird das Kfz-Absatzvolumen im Süden Europas und auch in Großbritannien wohl noch länger auf Erholung warten müssen. Insgesamt steht der Automarkt laut einer Einschätzung von Euler Hermes vor großen strukturellen Herausforderungen. Dazu gehören neben der Anpassungsfähigkeit der Produkte für die Wachstumsmärkte, allen voran China und Südamerika, auch die Bereitschaft, globale Kooperationen bei der Produktion sowie Innovation der Produkte einzugehen.

 



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