Bonität im Blick: KMU müssen Insolvenzdateien im Auge behalten

Das geflügelte Wort, dass man in einem Boot sitze, kann die gemeinsame Fahrt schnell zum Stocken bringen, wenn Geschäftsflauten kleinere Industriekapitäne auf der Strecke lassen. Deshalb heißt es jetzt nicht nur für die Steuermänner großer Konzerne: Augen auf und hoch in den Ausguck, um Insolvenzdateien regelmäßig nach blinden Passagieren zu durchleuchten. So entschied der Oberste Gerichtshof als oberste Instanz in Zivil- und Strafsachen Österreichs, dass auch KMU dazu verpflichtet sind, öffentlich zugängliche Insolvenzdateien nach Auftraggebern zu durchsuchen.

 

Keine Zahlungen an bereits insolvente Geschäftspartner
Damit soll vermieden werden, dass Zahlungen an bereits im Insolvenzverfahren befindliche Unternehmen geleistet werden. Schließlich muss dieses Geld eigentlich der Insolvenzmasse zugeführt werden. Kommt ein Unternehmen seiner Sorgfaltspflicht nicht nach und sichtet gängige Insolvenzdateien nicht regelmäßig nach illiquiden Geschäftspartnern und Kunden, wird es womöglich zweimal zur Kasse gebeten. Denn im Falle, dass ein Unternehmen einem bereits insolvent gemeldeten Geschäftspartner Geld für erbrachte Leistungen/Lieferungen gibt, ohne vorher einen Blick in entsprechende Verzeichnisse geworfen zu haben, wird es dieselbe Summe nochmals bezahlen müssen-diesmal jedoch an den gemeinsamen „Insolvenztopf“, aus dem dann alle Gläubiger gespeist werden.

 

Sorgfaltsmaß beachten
Das Maß an Sorgfalt, dass KMU vor der Begleichung einer Rechung gegenüber Geschäftspartnern walten lassen müssen, galt bisher nur für große Unternehmen. Nur Ihnen mutete man bisher zu, dass sie über Wissen und Mittel verfügten, Insolvenzdateien regelmäßig zu beobachten. Nun sind jedoch auch KMU gehalten, sich im Vorfeld ein Bild über die Bonität des Geschäftspartners zu machen, vor allem dann, wenn es sich um größere Summen handelt.

 

Vorausdenken und offene Forderungen verkaufen
Natürlich ist das Sorgfaltsmaß nicht einfach zu definieren. Reicht es, bekannte Insolvenzdateien einmal im Monat zu sichten? Wie viele Insolvenzdateien müssen es sein? Viele Fragen, die zu beantworten schwer fällt. Deswegen heißt es, vorzusorgen um ein Nachtrauern zu vermeiden. Am besten, man findet neben dem Besuch der Insolvenzdateien auch Alternativen. So bietet beispielsweise Debitos mit seinem Online-Marktplatz für offene Forderungen eine bequeme Möglichkeit, offene Forderungen unabhängig von deren Alter und Status (ausgefallene ebenso wie frische Forderungen) durch schnellen Verkauf in Liquidität umzuwandeln. Dabei wird aufgrund des Auktionsverfahrens stets ein transparenter Marktpreis erzielt.

 



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