Monte dei Paschi patzt bei Bilanzzahlen

Die älteste Bank der Welt muss sich auch im neuen Jahr mit ihren mittlerweile leider traditionellen Liquiditätsproblemen beschäftigen. In Zahlen gemessen und gemeldet, schrieb Monte dei Paschi di Siena im 4. Quartal des vergangenen Jahres einen Verlust von 3,38 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2016 wies die Traditionsbank damit ein Minus von fast 4,3 Milliarden Euro aus und schmale Gesamteinnahmen in Höhe von 4,256 Milliarden Euro, was einem Minus von 18,4 Prozent verglichen zum Vorjahr entspricht.

Ebenso im fast freien Fall befindet sich die Kernkapitalquote (Tier 1). Sie sank auf 8 Prozent von vormals 12 Prozent im Vergleichszeitraum, vor allem aufgrund der zunehmenden Verluste. Die Deckungsrate für Non-performing Loans erhöhte sich im Jahresvergleich um 130 Basispunkte auf jetzt 64,8 Prozent, während die Deckungsrate für ausfallgefährdete Kredite bei 40,3 Prozent und damit 1.110 Basispunkte über dem Vorjahreswert lag.

Gestiegen sind ebenso die Rückstellungen für notleidende Kredite – und zwar auf 2,45 Milliarden Euro. Verringern konnte Monte dei Paschi di Siena hingegen die Nettosumme der Problemkredite, um ganze 4 Milliarden und vor allem als Resultat erhöhter Rückstellungen.

Italiens Banken und Ihre NPL-Last ©Bloomberg

Italiens Banken und Ihre NPL-Last ©Bloomberg

Pittoresk Pleite gehen
Im Panorama all dieser wenig Mut spendenden Zahlen wird klar, dass Monte dei Paschi es nicht aus eigener Kraft schaffen wird, ausreichend Kapital einzusammeln, um die durch den Verkauf notleidender Kredite entstehenden Verluste zu decken. Auch bleibt offen, ob der von der Europäischen Zentralbank errechnete Kapitalbedarf von 8,8 Milliarden Euro ausreichen wird, um die Liquidität der Bank zu sichern. Diese verpflichtete sich ja, mit dem Verkauf eines 27,7 Milliarden Euro schweren NPL-Pakets zu ihrer Rettung beizutragen. Nur, wie hoch die Verluste dabei sein werden und um welchen Betrag sich damit letztlich auch der Bestand an faulen Krediten erhöhen wird, lässt sich noch nicht abschließend sagen.

Eine De-facto-Verstaatlichung immer also wahrscheinlicher und wohl ebenso dringend notwendig. Als Herzstück des 20 Milliarden schweren Rettungsplans- und -fonds, den die italienische Regierung aufgelegt hat, wird sich die älteste Bank der Welt wohl bald im Besitz des Landes befinden – gemeinsam mit den strauchelnden Veneto Banca SpA und Banca Popolare di Vicenza. Ob der insgesamt 360-Milliarden-Euro hohe Berg an Non-performing Loans italienischer Banken dadurch weniger bedrohlich erscheinen wird, lässt sich an diesem Punkt noch nicht mit Gewissheit sagen.

Warum also nicht zurücklehnen und sich weniger von toxischen Krediten stressen als vielmehr von Toskanischen Gefilden beruhigen lassen. Doch auch hier lauert der Wurm im Weinfass. Viele mit pittoresken Anwesen besicherten Kredite, die Monte dei Paschi für ambitionierte Bauvorhaben von Luxusunterkünften oder auch für den Forecast auf künftige Erlöse aus Weinverkäufen gewährte, sind längst ausgefallen.

Die Anwesen ihrerseits finden keine Käufer, auch nicht dann, wenn die Mindestauktionspreise weit unter dem geschätzten Marktpreis liegen. Würde Monte dei Paschi die Immobilien und den Landbesitz zu sehr viel niedrigeren Preisen versteigern, müsste die Bank auch entsprechende Wertberichtigungen in ihren Büchern vornehmen. Damit sänke die Kapitalquote unter die EZB-Anforderungen und es stiege automatisch auch die Höhe des NPL-Bestandes.

NPL-Verkauf über Debitos setzt Liquidität frei
Mit dem aufsichtskonformen Verkauf notleidender Kredite über unsere Debitos Forderungsbörse profitieren Banken von einer marktnahen Alternative zu klassischen und oft schwerfälligen und langwierigen Auktionsverfahren. Bei einer bisher unerreichten Geschwindigkeit lassen sich über unsere Online-Plattform besicherte wie auch unbesicherte NPL-Portfolios in Echtzeit verwerten, Bilanzen bereinigen, Erlöse maximieren und wertvolle Liquidität generieren – bei minimiertem internen Koordinationsaufwand.

Dank des vollständig digitalisierten Auktionsprozesses können NPL-Verkäufer mehrere Investoren gleichzeitig ansprechen. Due Diligence, Q&A und Preisfindung finden direkt auf Debitos statt. Zudem stellen wir und Kauf- und Abtretungsverträge kostenlos zur Verfügung. Der transparente Echtzeit-Wettbewerb von rund 420 institutionelle Investoren ermöglicht es Banken, Italien, Spanien, Großbritannien wie auch aus Deutschland Österreich und der Schweiz, ihre Non-performing Loans einem realistischen Marktpreistest unterziehen, legen sie doch als Verkäufer sowohl die Dauer der Auktion wie auch den Mindestpreis fest, zu dem eine Transaktion zustande kommt.

Als europaweit einziger Zweitmarkt für notleidende Kredite bietet Debitos damit auch der ältesten Bank der Welt eine neue Handlungsfähigkeit – und eine digitale Alternative zu klassischen Auktionspfaden, die nicht selten im Nirgendwo landen. Und sei es noch so pittoresk.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Pressemeldung Monte dei Paschi di Siena (PDF):

Bloomberg online:

Tagesschau online:



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EBA will kollektive Bad Bank für Eurobanken

Dass geteiltes Leid halbes Leid ist, soll Andrea Enria, dem Chef der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA, zufolge nun auch für die Non-performing Loans der Eurobanken gelten. Am Montag präsentierte der Italiener an der Spitze der EBA im Rahmen des „ESM seminar on European banks risks and recovery“ in Luxemburg seine Vorstellung einer pan-europäischen Bad Bank, in die praktisch alle Banken der Eurozone künftig ihre notleidenden Kredite übertragen können sollten. Über eine Billion Euro würden damit ausgelagert werden – und die Bilanzen der Eurobanken damit spürbar entlastet.

NPLs in the EU ©European Banking Authority (EBA)

NPLs in the EU ©European Banking Authority (EBA)

Kollektiver NPL-Abbau nur bis zu einem bestimmten Grat
Andrea Enrias Konzept einer einheitlichen Bad Bank für alle Banken innerhalb der Eurozone sieht vor, dass die zu gründende Asset Management Company (AMC) die notleidenden Kredite der Euro-Banken zentral verwalten soll. Das finanzielle Rückgrat sollen staatliche Garantien der Euro-Länder wie auch Mittel privater Investoren bilden. Die AMC würde versuchen, den Wert der auf sie übertragenen faulen Kredite individuell zu ermitteln. Je nach Unterschied zwischen Buch- und Marktwert müssten dann die jeweiligen Banken und zuständigen Staaten für etwaige Differenzen aufkommen.

Enrias Vorstellungen zufolge hätte die pan-europäische Bad Bank anschließend drei Jahre Zeit, die jeweiligen Non-performing-Loan-Portfolios zu verkaufen. Mögliche Verluste, die der AMC aus der Differenz zwischen dem vorher ermittelten Marktpreis und dem tatsächlich erzielten Verkaufspreis entstünden, müssten dann wiederum die entsprechenden Banken und/oder Staaten aufbringen – also in der Regel durch eine vorsorgliche staatliche Kapitalhilfe, an der wiederum auch die Gläubiger der Banken in der einen oder anderen Form beteiligt würden.

AMC some possible features ©European Banking Authority (EBA)

AMC some possible features ©European Banking Authority (EBA)

Hohe NPL-Bestände der Eurobanken zwingen zum Handeln
Angesichts der hohen Bestände an faulen Krediten in den Banken vor allem Italiens (fast 360 Milliarden Euro), aber auch Griechenlands (47 Prozent NPL-Quote) und in Anbetracht der Tatsache, dass insgesamt 10 (süd- und südosteuropäische) EU-Staaten NPL-Quoten von teilweise weit über 10 Prozent aufweisen, stellt die Konsolidierung der Bad-Bank-Landschaft in der Eurozone auch in den Augen des ESM-Chefs Klaus Regling eine Chance für die Banken dar. Vor allem würde dadurch die „Vergemeinschaftung von Risiken“ ausgeschlossen. Andererseits stellte Regling fest, dass auf das zu gründende Institut NPLs im Volumen von bis zu 250 Milliarden Euro übertragen werden müssten, was die AMC wiederum zur Ausgabe von Anleihen zwingen würde. Und das, so der ESM-Chef, gehe nur mit der „Rückendeckung durch den öffentlichen Sektor“.

Business model and impediments to sustainability ©European Banking Authority (EBA)

Business model and impediments to sustainability ©European Banking Authority (EBA)

Debitos: Pan-europäischer NPL-Zweitmarkt mit Perspektive
Die Schaffung einer Bad Bank mit Namen AMC, in die alle Euro-Banken ihre faule Kredite übertragen können, mag charmant klingen, versetzt aber gleichzeitig nicht alle in Champagnerlaune. Es bleibt am Ende doch die Frage offen, in welchem Maße die Gläubiger der Banken direkt oder indirekt an den Verlusten durch den NPL-Verkauf seitens der AMC beteiligt werden. Und dass die AMC Verluste beim Verkauf von NPLs auf klassischem Auktionsweg einfahren wird, scheint sicher.

Gut, dass wir von Debitos eine marktnahe Alternative bieten können. Über unsere Plattform, dem europaweit einzigen Zweitmarkt für notleidende Kredite, können Banken aus Italien, Spanien, Großbritannien wie auch aus Deutschland Österreich und der Schweiz, ihre Non-performing Loans einem realistischen Marktpreistest unterziehen. Als Verkäufer legen sie nämlich alleine sowohl die Dauer der Auktion wie auch den Mindestpreis fest, der im Echtzeit-Wettbewerb der über 420 professionellen Investoren erzielt werden muss, damit eine Transaktion zustande kommt.

Zudem profitieren Finanzinstitute bei Debitos von aufsichtskonformen Abläufen, einer Minimierung des internen Koordinationsaufwandes, von einer Maximierung ihrer Erlöse und dank der Digitalisierung aller Auktionsschritte, auch von einem Höchstmaß an Effizienz und Transparenz. Von der gleichzeitigen Ansprache gleich mehrerer und vom Verkäufer ausgewählter Investoren bis zum revisionssicheren Verkauf vergehen typischerweise nur wenige Wochen, was die bisher unerreichte Geschwindigkeit von Debitos eindrucksvoll unterstreicht. Dieses Tempo lässt sich vor allem dadurch erzielen, dass Due Diligence, Q&A und Preisfindung direkt auf Debitos stattfinden und Kauf- und Abtretungsverträge zudem von uns zur Verfügung gestellt werden.

Seit der Gründung unserer Online-Forderungsbörse vor gut sieben Jahren wurden bereits Non-performing Loans im Wert von über 1,4 Milliarden Euro verkauft. Eine Vielzahl überzeugender Argumente, die sicher auch die EBA im Allgemeinen und Herrn Andrea Enria im Speziellen überzeugen könnten.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

European Banking Authority (EBA):

FAZ online:

taz online:

Reuters online:



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Erste Abwicklungsanstalt verkauft Tochtergesellschaft EPA

Die 2009 zum Abbau des Non-performing-Loan-Portfolios der West LB gegründete Erste Abwicklungsanstalt (EAA) trennt sich von ihrer Tochtergesellschaft EAA Portfolio Advisers GmbH (EPA). Neuer Eigentümer wird der Londoner Finanzdienstleister Mount Street Group.

Mount Street übernimmt damit nicht nur ein Auftragsvolumen von 29 Milliarden Euro, sondern auch rund 90 Beschäftigte in London, Düsseldorf, New York und Madrid. Zudem natürlich auch den Auftrag, „weiterhin die nötige Qualität bei der Verwaltung, Bewertung und Analyse des EAA-Portfolios zu gewährleisten.“

Nach gut 6 Monaten Verhandlungen ist der endgültige Abschluss der Transkation jeoch erst für das erste Halbjahr 2017 zu erwarten, da die Übernahme aktuell noch unter Vorbehalt aufsichtsrechtlicher Genehmigungen steht.

NPL-Abbau bleibt Priorität
Erst 2014 hatte die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) die EPA ins Leben gerufen und die Mitarbeiter der WestLB AG-Nachfolgegesellschaft Portigon AG darin übernommen. Nachdem in den letzten Jahren der Abbau des von der WestLB hinterlassenen, damals rund 200 Milliarden Euro hohen Bergs an notleidenden Krediten zügig voranschritt und mittlerweile insgesamt fast 80 Prozent der NPLs aus WestLB-Beständen abgebaut wurden, wäre der EPA mittelfristig die Arbeit ausgegangen. Da die EPA als Tochter der EAA zudem keine Akquise von Neugeschäften betreiben darf, hätte ein weitreichender Personalabbau die Konsequenz sein können.

Mit der Übernahme durch Mount Street kann die EAA Portfolio Advisers GmbH jetzt aber als eigenständige Gesellschaft weiter am Abbau des Non-performing-Loan-Portfolios der WestLB arbeiten – in voller Besetzung und bis mindestens 2020. Die Mount Street Gruppe ihrerseits wird mit der Eingliederung der EPA und deren Erfahrung in Sachen NPL-Abbau ihr Spektrum an Finanzdienstleistungen entsprechend erweitern.

Mit Debitos NPL-Abbau aufsichtskonform und effizient gestalten
Der Verkauf der EPA an die Mount Street Gruppe stellt in gewisser Weise auch eine Zeitenwende dar, was zumindest den Abbau des WestLB-Portfolios an notleidenden Krediten angeht. Man wird in den nächsten Monaten beobachten können, wie die EPA unter dem Dach der Mount Street mit dem Abbau der verbleibenden rund 29 Milliarden Euro schweren NPLs voranschreiten wird.

Tatsächlich aber werden bis zur aufsichtsbehördlichen Genehmigung der Übernahme noch einige Monate vergehen. Wertvolle Zeit also, die wieder einmal verstreicht, um notleidende Kredite effizient zu verwerten. Da klingt es fast ein wenig ironisch, wenn EAA- Vorstandssprecher Matthias Wargers erläutert. „Die Aufgaben der EAA als Abwicklungsanstalt erfordern eine permanente Optimierung von Organisations- und Kostenstrukturen“

Mit dem aufsichtskonformen Verkauf notleidender Kredite über unsere Debitos Forderungsbörse ließe sich eine solche Optimierung für die Abwicklung notleidender Kredite in jeder Hinsicht erzielen. Denn über unsere digitale Plattform lassen sich Non-performing Loans in einer bisher unerreichten Geschwindigkeit verwerten – aufsichtskonform, agil, bei voller Transparenz und bei minimalem internen Koordinationsaufwand.

Dank des Echtzeit-Wettbewerbs der gut 420 qualifizierten Investoren können NPL-Verkäufer im vollständig digitalisierten Auktionsprozess mehrere Investoren gleichzeitig ansprechen und damit ihre Erlöse maximieren. Banken wiederum können mit dem Forderungsverkauf über die Debitos Plattform ihre Bilanzen bereinigen und sich damit eine neue Handlungsfähigkeit sichern.

Die Quelle zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführtem Link:

Pressemitteilung Erste Abwicklungsanstalt (EAA):



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Prognostizierter Anstieg der Unternehmensinsolvenzen für 2017

Für das laufende Jahr sieht Ron van het Hof, DACH-CEO des Kreditversicherers Euler Hermes, einen Anstieg der weltweiten Unternehmensinsolvenzen. Um 1 Prozent sollen die Pleiten in 2017 zunehmen und damit erstmals seit 7 Jahren eine Trendwende einläuten. Auch wenn das Plus an Pleiten moderat ausfallen wird, so Ron van het Hof, würden die Schäden aus Insolvenzen jedoch erheblich ansteigen. Das liege daran, dass zunehmend größere Unternehmen in Schwierigkeiten geraten werden. Hier deckt sich die Trend-Prognose des Euler-Hermes-CEO für die DACH-Region mit den Zahlen, die das Statistische Bundesamt Anfang Dezember des vergangenen Jahres veröffentlichte.

Moderater Anstieg der Insolvenzen bei steigenden Forderungen

Die Destatis-Hochrechnung für das Gesamtjahr 2016 ergibt zwar ein seit 1999 nicht mehr erreichtes und damit historisch Tief der Unternehmensinsolvenzen (rund 22. 000 Firmenpleiten im Vergleich zu 23.123 Fällen in 2015), doch ließ sich in den ersten drei Quartalen des Vorjahres gleichzeitig ein Anstieg der Forderungen erkennen. Waren es von Januar bis September nämlich noch rund 13,3 Milliarden Euro, stieg diese Summe im Vergleichszeitraum 2016 auf etwa 21,4 Milliarden Euro. Das, so das Statistische Bundesamt, liege vor allem daran, dass man mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert habe.

Globaler Dominoeffekt durch Pleiten
Besonders betroffen von dem prognostizierten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen könnten laut Ron van het Hof deutsche Firmen sei, alleine schon aufgrund ihrer starken Export-Ausrichtung. Das gilt umso mehr, als dass Euler Herms für die 5 wichtigsten Handelspartner deutscher Unternehmen mit einem teilweise beachtlichen Anstieg der Pleiten rechnet.

Für die USA steht 2017 ein Plus von 1 Prozent, während die Unternehmensinsolvenzen in Großbritannien um 5 Prozent und in China gar um 10 Prozent steigen werden. Für die Niederlande sieht der Kreditversicherer eine Stagnation, während in Frankreich von einem Rückgang der Firmenpleiten ausgegangen wird. In den Schwellenländern Brasilien und Singapur hingegen sollen die Insolvenzen der Unternehmen im laufenden Jahr um 15 Prozent und in Chile um 12 Prozent steigen.

Ebenso zulegen werden die Pleiten in Marokko, Taiwan, Hongkong, Südafrika, in der Türkei, Russland, Luxemburg, Polen, Kanada, Österreich wie auch in Japan. Aus diesem globalen Plus an Unternehmensinsolvenzen – und das erscheint die Essenz dieser Prognosen – kann ein gefährlicher Dominoeffekt entstehen, der umso stärker und weltweiter wirkt, je größer die Unternehmen sind, die Pleite gehen. Denn umso weiter wird dann der Radius jener Firmen sein, die als Partner von deren Zahlungsunfähigkeit direkt oder indirekt betroffen sein werden.

Mit Debitos Forderungsausfällen proaktiv begegnen
Auch wenn die globale Trendwende in Sachen Unternehmensinsolvenzen hin zu einer Zunahme der Pleiten bisher nur eine Prognose ist, sollten Unternehmen bereits heute ihr Risikomanagement proaktiv und perspektivisch professionalisieren. Mit dem Verkauf offener Forderungen auch gegen insolvente Unternehmen über unsere Debitos Forderungsbörse, lassen sich Gläubigerforderungen schnell und einfach verwerten – bei maximierten Erlösen, einer merklichen Reduktion des Koordinierungsaufwandes und in einer bisher unerreichten Geschwindigkeit.

Verkäufer profitieren vom direkten Wettbewerb der Investoren und können dank der Digitalisierung aller Auktionsprozesse mehrere Interessenten gleichzeitig ansprechen. Deren Echtzeit-Wettbewerb sorgt für das Erreichen transparenter Marktpreise und damit für eine effiziente Verwertung offener Forderungen. Ebenso unterstützt unsere Online-Plattform als etablierter Zweitmarkt für Insolvenzforderungen alle Gläubiger dabei, Zeit und Nerven raubende Insolvenzverfahren signifikant abzukürzen.

Genauso aber nutzen auch Insolvenzverwalter unsere Debitos Forderungsbörse, um der Insolvenzmasse mit dem Verkauf titulierter Forderungen gegen Drittschuldner oder auch von Insolvenzquoten, wertvolle Liquidität zuzuführen. Eine Win-Win-Situation also, die für alle an Unternehmensinsolvenzen Beteiligten maßgeschneiderte und vor allem praktikable Lösungen bietet.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Euler Hermes Blog:

Pressemitteilung Statistisches Bundesamt (Destatis):



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Monte dei Paschi: Rettung durch 20 Mrd. Euro Staatshilfe

Lange haderte Italiens Traditionsbank Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS), den jetzt wenn auch noch nicht offiziell erfolgten Hilferuf in Richtung Rom auszusenden. Nachdem nun aber auch der letzte Hoffnungsschimmer vor den Augen der Investoren verblasste und der Versuch seitens Monte dei Paschi, sich durch Kapitalerhöhung, einen Anleihentausch und vor allem durch das Gewinnen eines Ankerinvestors privatwirtschaftlich mit 5 Milliarden Euro zu rekapitalisieren, scheiterte, muss jetzt der Staat einspringen. Bis zu 20 Milliarden Euro wird die Finanzspritze betragen, die die drittgrößte Bank Italiens aus einem zu schaffenden Rettungsfonds anfordern kann.

Die Dritte im Bunde geretteter Banken
Auch wenn die Rettung von Monte dei Paschi sicher eine sehr starke Signalwirkung an die Kapitalmärkte aussendet, ist die älteste Bank der Welt nicht das einzige Kreditinstitut Italiens, das dieses Jahr auf Staatshilfe setzen wird. Auch die Veneto Banca und die Banca Popolare di Vicenza erhielten in diesem Jahr bereits Liquiditätspritzen in Höhe von insgesamt 1 Milliarde Euro aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Atlante. Wie viele Banken nun dem Beispiel von Monte dei Paschi folgen könnten, bleibt abzuwarten. Schließlich leiden Italiens Banken unter einer 360-Milliarden-Euro schweren Last an notleidenden Krediten, auch als Folge der seit 2009 anhaltenden Wirtschaftskrise.

Die Rettung der Traditionsbank aus Siena, so Beobachter, sei trotz allem ein gutes Zeichen für die Märkte, kehrten damit doch endlich wieder Gewissheit und Sicherheit bezüglich der Geschäftsfähigkeit der Bank ein. Schließlich hat die BMPS-Aktie dieses Jahr 87 Prozent ihres Wertes eingebüßt, der niedrigste Stand seit des Börsengangs im Jahre 1999. Nur noch rund 442 Millionen Euro beträgt damit die derzeitige Marktkapitalisierung. Zudem meldete die Bank jüngst, dass ihre Liquidität schneller als vorher gedacht zur Neige gehen wird – und zwar innerhalb der nächsten vier Monate.

Private Anleger, institutionelle Investoren: Wer zahlt drauf?
Andererseits ist nun abzuwarten, wen der staatliche Eingriff, der unter dem Etikett „vorsorglicher Rekapitalisierung “ geführt wird, nun verschont und wen er zur Kasse bittet: private Anleger, institutionelle Investoren oder gar beide und falls ja, zu welchen Anteilen? Roms Rettungsplan, so einige Politiker in Strasbourg, widerspreche der seit Januar 2015 geltenden EU-Richtlinie über Bankenabwicklungen und Bankensanierungen.

Sven Giegold, Grüner Finanz- und Wirtschaftspolitischer Sprecher im EU-Parlament, kritisiert, dass eine vorsorgliche Rekapitalisierung nur für liquide Banken zulässig sei und nur dann, wenn eine solche Rettung „keine Verluste in absehbarer Zeit abdecke“. Im Falle der BMPS jedoch, so Giegold, sollte die EU-Kommission die Rettungspläne aus Rom stoppen, da Monte dei Paschi an faulen Krediten von über 200 Prozent ihres harten Eigenkapitals leide und dafür keinerlei Rückstellungen gebildet habe.

Ungeachtet der Warnungen aus Straßbourg, sieht der Rettungsplan jedenfalls vor, dass institutionelle Anleger ihre Tier-1-Anleihen gegen Aktien im Nominalwert von 75 Prozent tauschen können, während Kleinanleger 1:1 wandeln können. Entscheidend bei diesen Tauschmodellen ist nun, wen Italiens Regierung als professionelle und wen als private Anleger klassifiziert und wie institutionelle Anleger für den Wertverlust entschädigt werden sollen.

NPL-Verwertung über Debitos NPL schafft Liquidität
Dass die angeschlagene Monte dei Paschi die staatliche Finanzspritze in Anspruch nehmen wird, wird nicht bezweifelt, auch wenn sie hierfür ein bisher noch nicht bei Italiens Finanzminister Padoan eingegangenes formelles Gesuch stellen muss. Doch wird diese Liquiditätszufuhr die seit über 500 Jahren bestehende Bank nicht davor bewahren, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die von der EZB geforderten 5 Milliarden Euro aufzubringen. Mit diesem Geld nämlich sollen Verluste gedeckelt werden, die aus dem Verkauf des fast 28 Milliarden Euro schweren Pakets von Non-performing Loans (NPL) erwartet werden.

Mit dem aufsichtskonformen Verkauf notleidender Kredite über unsere Debitos Forderungsbörse kann sich nicht nur die angeschlagene Traditionsbank Monte dei Paschi wertvolle Liquidität sichern – und das bei einer bisher unerreichten Geschwindigkeit. Dank des vollständig digitalisierten Auktionsprozesses können NPL-Verkäufer nämlich mehrere Investoren gleichzeitig ansprechen.

Dieser transparente Echtzeit-Wettbewerb ermöglicht es Banken, ihre Erlöse zu maximieren, ihre Bilanzen zu bereinigen, den internen Koordinationsaufwand zu minimieren und sich damit unabhängig von staatlichen Finanzspritzen, eine neue Handlungsfähigkeit und ein besseres Standing auf den Kapitalmärkten zu sichern.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Bloomberg online:

Tagesspiegel online:

Sven Giegold online:



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Unternehmensinsolvenzen nehmen weiter ab

Mit 123.800 Unternehmensinsolvenzen sank 2016 die Zahl der Firmenpleiten auf ein historisches Tief. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Creditreform-Untersuchung. Nur 1999 meldeten annähernd so wenige Unternehmen Zahlungsunfähigkeit an. Im Vergleich zu 2015 ergibt sich damit ein Minus von 3,0 Prozent, mussten vergangenes Jahr doch noch 127.570 Unternehmen den Gang in die Insolvenz antreten. Zudem setzt das diesjährige Tief die seit sechs Jahren währende Tendenz des Rückgangs der Firmenpleiten in Deutschland fort, wenn auch das Minus dieses Jahr und im Vergleich zu 2014 und 2015 (minus 5,5 Prozent respektive minus 4,6 Prozent) insgesamt betrachtet verhaltener ausfiel.

Gründe für diese dennoch positive Entwicklung sieht Creditreform in der guten Binnenkonjunktur und Finanzierungssituation (also beispielsweise zinsgünstige Kredite), was zu steigenden Umsätzen und Erträgen, zu einer verbesserten Zahlungsmoral wie auch zu einer insgesamt verbesserten Stabilität der Unternehmen geführt habe. Ein weiterer Faktor findet sich in der abnehmenden Gründungsaktivität in Deutschland (minus minus 4,4 Prozent Neugründungen zwischen Januar und Juli 2016), sind doch Neugründungen tendenziell stärker von Insolvenzen betroffen als etablierte Unternehmen.

Entwicklung Insolvenzverfahren Deutschland ©Creditreform

Entwicklung Insolvenzverfahren Deutschland ©Creditreform

Regionale, alters- und branchenspezifische Unterschiede
Betrachtet man den Rückgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland unter spezifischeren Gesichtspunkten, ergeben sich interessante Nuancen, was die Verteilung auf Regionen, Branchen, Alter und Größe der Firmen angeht. Brachenspezifisch verzeichneten Dienstleistungsunternehmen den größten Rückgang  (minus 7,5 Prozent), gefolgt von Handelsunternehmen (minus 7,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe zeigte einen Rückgang von 4,9 Prozent zum Vergleichszeitraum, während Bauunternehmen 2,0 Prozent weniger Insolvenzen anmeldeten.

Entwicklung der Insolvenzen in den  Hauptgewerben ©Creditreform

Entwicklung der Insolvenzen in den Hauptgewerben ©Creditreform

Auch in Sachen Alter gibt es Unterschiede, was die Firmenpleiten angeht. Mit 58,7 Prozent waren weit über die Hälfte der Unternehmen, die 2016 Pleite gingen, nicht älter als zehn Jahre. 2015 machten sie noch einen Anteil von 59,5 Prozent aus. Die „alten Hasen“ mit über 20-jähriger Firmengeschichte verzeichneten mit 16,4 Prozent der Gesamtinsolvenzfälle sogar ein leichtes Plus von 0,6 Prozent zum Vorjahr, auch wenn die Firmenpleiten in absoluten Zahlen zurückgingen.

Insolvenzen nach Unternehmensalter ©Creditreform

Insolvenzen nach Unternehmensalter ©Creditreform

Auf regionaler Ebene betrachtet, weisen das Saarland, Sachsen, Hamburg und Brandenburg den höchsten Anstieg der Insolvenzquote auf, während diese in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bremen gesunken ist, sich aber gleichwohl weiterhin auf hohem Niveau bewegt. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Städtevergleich: Die höchste Insolvenzquote weist hier Dortmund auf, wo 159 von 10.000 Unternehmen Insolvenz beantragen mussten. Gefolgt wird die Ruhrmetropole von Halle (Saale) mit einer Insolvenzquote von 149 und Gelsenkirchen (146). Freiburg i. Breisgau blickt auf eine unterdurchschnittliche Insolvenzquote von nur 55.

Insolvenzquoten deutscher Städte_©Creditreform

Insolvenzquoten deutscher Städte_©Creditreform

Hohe Schäden für Insolvenzgläubiger
Eher gegen den Trend verlief die Entwicklung der Schadenssumme für Insolvenzgläubiger. Trotz gesunkener Unternehmensinsolvenzen stieg diese von 19,6 Milliarden Euro in 2015 auf 27,5 Milliarden Euro – und damit um 40,3 Prozent. Die individuelle Schadenssumme für Gläubiger pro Insolvenzfall lag bei 903.000 Euro (2015: 565.000 Euro) und erreichte so den höchsten Wert seit 2012. Gründe hierfür sieht Creditreform in der hohen Zahl großer Schadensfälle wie auch in den Ausfällen bei Mittelstandsanleihen. Von der Zunahme der Schäden durch Insolvenzen war in größerem Maße auch die öffentliche Hand betroffen, mit schätzungsweise 7,9 Milliarden Euro (2015: 6,5 Milliarden Euro).

Abschließend weißt die Creditreform-Untersuchung noch darauf hin, dass Gläubiger ihre Forderungen mitunter verspätet oder gar nicht anzeigen, was zu höheren Forderungsverlusten oder aber auch zur (teilweise) Befriedigung von Gläubigerforderungen in laufenden Verfahren führen könnte. Nimmt man zur weiteren Einschätzung der Schadenssituation aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, das die Deckungsquote für angemeldeten Forderungen mit durchschnittlich 2,7 Prozent angibt, ist es wahrscheinlicher, dass viele Gläubiger am Ende leider leer ausgehen werden.

Schäden durch Insolvenzinsolvenzen in Deutschland ©Creditreform

Schäden durch Insolvenzinsolvenzen in Deutschland ©Creditreform

Mit Debitos Forderungsausfällen vorbeugen
Auch wenn sich die Tendenz hin zu einem weiteren Rückgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland entwickelt, sollte nicht vergessen werden, dass auch bei weniger Firmenpleiten die Schadenssumme für Gläubiger insgesamt und individuell steigen kann. Besser also, man nimmt das Heft des Handelns in die eigene Hand.

Der Verkauf offener Forderungen gegen insolvente Unternehmen über unsere Debitos Forderungsbörse als mittlerweile etablierter Zweitmarkt für Insolvenzforderungen, bietet eine clevere Alternative zu langjährigen Insolvenzverfahren mit am Ende ungewissem Ausgang, was Form und Höhe der Erfüllung von Gläubigerforderungen angeht. Dank des transparenten Echtzeit-Wettbewerbs unter den Investoren, können Gläubiger ihre Forderungen effizient verwerten, ihre Erlöse maximieren und nervenraubende Wartezeiten ganz einfach abkürzen.

Zudem bietet unsere Online-Plattform auch Insolvenzverwaltern eine innovative und flexible Möglichkeit, der Insolvenzmasse mit dem Verkauf titulierter Forderungen gegen Drittschuldner oder auch von Insolvenzquoten wertvolle Liquidität zuzuführen. Am Ende gewinne also alle – zumindest mit dem Forderungsverkauf über unsere Debitos Forderungsbörse.

Die Quelle zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführtem Link:

Pressemitteilung Creditreform:



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EZB: 2017 steht Risikomanagement an erster Stelle

Auch wenn es noch gut zwei Wochen bis zum Ende des Jahres 2016 sind, beeilen sich nicht nur sämtliche Medienformate damit, das ausgehende Jahr rückblickend Revue passieren zu lassen. Ebenso trifft man derzeit auf entsprechende Ausblicke auf das kommende Jahr. Auch der Einheitliche Bankenaufsichtsmechanismus (Single supervisory mechanism, SSM) schlägt in diese Schneise. In der jüngst erschienenen Veröffentlichung „ECB Banking Supervision: SSM supervisory priorities 2017“ werden die wachenden Augen und Finger in die klaffenden Wunden der Euroraum-Banken gelegt: Niedrigzinsumfeld, notleidende Kredite, schwaches Wirtschaftswachstum.

Entsprechend formuliert der SSM seine Prioritäten für 2017:

„To enable banks to address these key risks effectively, European banking
supervision has streamlined its supervisory priorities. For 2017 three priority areas
will guide banking supervision:
1. business models and profitability drivers;
2. credit risk, with a focus on NPLs and concentrations;
3. risk management. „

Risikomanagement mit NPL-Fokus
Dass es der EZB respektive dem SSM in Person seiner Vorsitzenden Danièle Nouy ernst ist, was das Risikomanagement der Euro-Banken im Allgemeinen und den Umgang der Banken mit deren Non-performing Loans (NPLs) im Speziellen betrifft, zeigt sich in weiteren Passagen der Veröffentlichung: „Credit risk remains a key supervisory priority in 2017. A number of institutions continue to exhibit a high stock of NPLs. Having published guidance on NPLs to banks, European banking supervision will – via its NPL task force – continue to support JSTs (Joint Supervisory Teams, a.d.R.) in follow-up actions and supervisory dialogues with respect to the NPL guidance and the assessment of banks’ NPLs.“

In diesem Zusammenhang wollen die Aufseher der Banken nach Konzentrationen von ausfallgefährdeten Krediten in bestimmten Assets forschen und die vor allem von Schiffskrediten ausgehenden Risiken von externer Seite wie auch durch Vor-Ort-Prüfungen evaluieren.

FinTechs: Bedrohung oder Bereicherung?
Ebenso im Fokus des Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus stehen schließlich auch die kontinuierliche Überprüfung der Geschäftsmodelle der Banken und deren Strategie zur Steigerung der Profitabilität trotz Niedrigzinsumfeld und anderer wegbrechender Einnahmequellen. Auch Fintechs finden in diesem Zusammenghang in der SSM-Publikation Erwähnung, wenn auch keine lobende: „In addition, European banking supervision will explore potential risks for banks’ business models emanating from the emergence of “FinTech” and non-bank competition.“ Zudem will das Ausichtsgremium der Europäischen Zentralbank die Outsourcing-Aktivitäten der Banken im Euroraum auch mit Hinblick auf dadurch möglicherweise entstehende IT-Risiken thematisch prüfen.

Mit Debitos Risikomanagement professonalisieren
Als Fintech der ersten Stunde wissen wir von Debitos natürlich, dass eine „Dämonisierung“ von Startups im Bereich innovativer und disruptiver Finanzdienstleistungen keinem hilft. Vielmehr können wir aus Erfahrung sagen, dass Banken von einer Kooperation mit IT-fokussierten Finanz-Startups profitieren. Das gilt vor allem für den Abbau notleidender Kredite (Non-performing Loans, NPL) über unsere Online-Plattform. Hierüber nämlich können Banken ihre NPL-Portfolios aufsichtkonform in wertvolle Liquidität umwandeln und ihre Erlöse maximieren.

Durch die Digitalisierung aller Auktionsprozesse, lassen sich mehrere Investoren gleichzeitig ansprechen. Das führt zu bisher unerreichter Geschwindigkeit, zu hoher Transparenz dank des Wettbewerbs der Interessenten, und schließlich auch zu einem fairen Marktpreis, den eingestellte NPLs in den jeweiligen Auktionen erzielen. Hinzu kommen rechtssichere Veträge und selbstverständlich auch höchste Sicherheit, was den Schutz des sensiblen Datenumfelds angeht. Effizienz in Echtzeit, also, die sich auch im minimierten Koordinationsaufwand und in einer neuen Handlungsfähigkeit der Banken jenseits des EZB-Interventionismus widerspiegelt.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Europäische Zentralbank (PDF):

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UniCredit stärkt Kapitaldecke durch NPL-Verkauf

Italiens Großbank UniCredit verschärft das Tempo, um seine Kapitaldecke weiter, stärker und schneller zu polstern. Ein Teil dieser „Füllung“ besteht im Decken von Kapitallücken, wie sie beispielsweise Non-performing Loans darstellen. Und davon hat UniCredit mehr als genug bzw. gar das größte Portfolio fauler Kredite von allen europäischen Banken. Nun hat sich Italiens Branchenprimus mit dem Verkauf eines 1,4 Milliarden schweren NPL-Pakets etwas Luft verschafft.

Die Käufer sind ein Konsortium, das aus der Investmentgesellschaft Pimco und der italienischen Gruppe „Roma Finance“ besteht. Zudem sind Verhandlungen über den Verkauf eines weitaus größeren NPL-Portfolios von 50 Milliarden Euro an große internationale Investmentgesellschaften im Gange. Hinzu kommt die Veräußerung von fast einem Drittel (32,8 Prozent) der Anteile an der polnischen Bank Pekao. Hierfür nahm UniCredit 2,4 Milliarden Euro ein und wird bald auch die verbleibende Beteiligung von nunmehr nur noch 7,3 Prozent über die Börse in Warschau verkaufen.

Kapitalerhöhung könnte weitere Entlastung bringen
Zusätzlich zum NPL-Verkauf und der Veräußerung eines Großteils der Pekao-Anteile will UniCredit-Vorstandschef Jean Pierre Mustier noch weitere Maßnahmen ergreifen, um vor allem auch die Last der rund 77 Milliarden Euro schweren Non-performing-Loans-Portfolios zu mindern. Am 13.12. will der Franzose an der Spitze der italienischen Großbank die neue Roadmap vorstellen. Spekuliert wird über eine Kapitalerhöhung, die bis zu 13 Milliarden Euro einbringen soll.

Das frische Geld wird unter anderem dringend benötigt, um die Verluste, die durch bei den Verkäufen notleidender Kredite gewährten Abschläge entstehen, abzufedern. Bedenkt man, dass Mustier den Einschätzungen von Insidern zufolge, für das kommende Jahr das strategische Ziel ausgeben wird, bis zu 20 Milliarden Euro an NPLs aus der UniCredit-Bilanz zu verbannen, wird klar, dass die durch die Abschläge verursachte Lücke in den Bilanzen beträchtlich sein wird.

Mit Debitos NPL-Abbau als Strategie etablieren
Das Beispiel von UniCredit zeigt deutlich, wie überlebenswichtig es für Banken sein kann, notleidende Kredite strategisch abzubauen. Je mehr Investoren angesprochen und von der Attraktivität der NPL-Portfolios überzeugt werden, desto geringer können die Abschläge und desto höher die erzielten Verkaufspreise ausfallen. Kommt dazu noch eine hohe Transaktionsgeschwindigkeit dank der Digitalisierung aller Verkaufsprozesse, profitieren Banken am Ende nicht nur von maximierten Erlösen, sondern auch von einem schnellen NPL-Abbau.

Das und mehr bietet unsere Debitos Forderungsbörse. Über unsere Plattform können Finanzinstitute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Italien, Spanien und Großbritannien ihren Bilanzen belastenden Bestand an notleidenden Krediten aufsichtskonform verkaufen. Rund 440 institutionelle Investoren mit einem Kapital von über 1,3 Milliarden bilden die beste Basis, um NPL-Portfolios bei minimalen Koordinationsaufwand effizient zu verwerten und Verkaufserlöse zu maximieren.

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Hoher NPL-Bestand in türkischen Banken

Die politischen Differenzen zwischen der Türkei und der EU weiten sich zunehmend auch auf die Bankenlandschaft des Landes aus. Mit dem signifikanten Wertverfall der Türkischen Lira, straucheln immer mehr Unternehmen beim Bedienen von Fremdwährungskrediten. Die Folge: Eine rasante Zunahme an notleidenden Krediten, die die Bilanzen türkischer Banken belasten. So haben nämlich viele Unternehmen Darlehen in Dollar aufgenommen und müssen bei schwächelnder Lira immer mehr von ihrem Geld in türkischer Währung aufbringen, um ihre Kredite zu tilgen. Daten der türkischen Zentralbank zufolge erreichte der Anteil von Fremdwährungskrediten Ende September mit 148,7 Milliarden Dollar (entspricht 53 Prozent aller Ausleihungen) ein Allzeit-Hoch, während es Ende 2015 noch 139 Milliarden US-Dollar waren.

NPL-Quote legt dramatisch zu
Unter den Folgen der schwächelnden Lira leiden vor allem Finanzinstitute wie Akbank TAS und Turk Ekonomi Bankasi AS. Diese vermeldeten für das 3. Quartal 2016 einen NPL-Anstieg von gut 30 Prozent. Insgesamt markiert die aktuelle Zunahme an notleidenden Krediten ein 7-Jahres-Hoch. Der durchschnittliche Anteil der Non-performing Loans stieg im 3. Quartal des laufenden Jahres auf 3,34 Prozent, während die Quote im Vorjahreszeitraum noch bei 3,01 Prozent lag. Umso verständlicher, dass Experten davor warnen, dass selbst bei einem Ausfall von nur der Hälfte aller NPLs türkischer Banken, die NPL-Ratio auf das höchste Level seit 2009 steigen wird.

Maßnahmen gegen NPL-Zunahme
Um diesem bedrohlichen Szenario etwas Konstruktives entgegenzusetzen, haben sowohl die türkische Regierung wie auch die Zentralbank des Landes Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört beispielsweise der Vorschlag, dass Banken ihre Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite an mittelständische Unternehmen halbieren dürfen, auch um ihre Gewinne zu stärken.

Asset Quality Deterioration of Turkish Banks ©Bloomberg

Asset Quality Deterioration of Turkish Banks ©Bloomberg

Zudem senkte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Türkische Banken von „stabil“ auf „negativ“ und verwies auf zunehmende Risiken, was die politische Instabilität und damit auch die Gefahr für eine weitere Zunahme der Währungs- und Zinsvolatilität angeht. Es wundert also nicht, dass Marktbeobachter trotz insgesamt noch überschaubarer NPL-Bestände und guter Kernkapitalquoten davon ausgehen, dass eine baldige Verschlechterung der Aktivaqualität nur eine Frage der Zeit sei.

Umso lauter die Forderung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an die Zentralbank des Landes, den Referenzzinsatz zu senken und auch an die türkischen Banken, ihre Kreditzinsen zu verringern, um am Ende auch die Gefahr einer weiteren Zunahme an faulen Krediten wenigstens etwas einzudämmen und auch, um ausländische Banken, die sich zunehmend aus Konsortialkreditgeschäften zurückziehen, wieder Zuversicht zu vermitteln.

Von Debitos profitieren und NPLs effizient verwerten
Der teils dramatisch anwachsende Bestand an Non-performing Loans in den Bilanzen türkischer Banken zwingt nicht nur die Regierung in Ankara zum Handeln. Auch die Finanzinstitute selbst müsse naktiv werden – und das am besten schnell. Mit einer Plattform wie Debitos Debitos Forderungsbörse könnten sie ihre Portfolios von notleidenden Krediten effizient verwerten und dabei von einer bisher unerreichten Transaktionsgeschwindigkeit, maximierten Erlösen und minimiertem Koordinationsaufwand profitieren.

Dank des vollständig digitalisierten Auktionsprozesses können mehrere Investoren gleichzeitig angesprochen und ein transparenter Marktpreis ganz aufsichtskonform ermittelt werden. Das sorgt für Effizienz in Echtzeit. Am Ende stehen entschlackte Bilanzen, wertvolle Liquidität und eine neue Handlungsfähigkeit, die Banken mithilfe unserer Plattform auch ganz ohne staatlichen Interventionismus erreichen und wiederherstellen können.

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Monte dei Paschi: Abwicklung oder vorsorgliche Rekapitalisierung?

Mit dem No zu Matteo Renzis Verfassungsreform haben die Italiener zwar für den Erhalt des Status quo gestimmt, andererseits aber auch Ja zu Veränderungen gesagt- zum Rücktritt des Ministerpräsidenten, wie auch zu möglichen Neuwahlen. Aus denen könnte die euroskeptische Protestpartei „Fünf Sterne“ letztlich als Sieger hervorgehen. Dieses politische Panorama bietet indes keinen guten Ausblick für die Zukunft der unter großer Non-performing-Loans-Last leidenden Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena.

So scheiterte nun vorerst der Versuch des drittgrößten Kreditinstituts des Landes, sich über eine Kapitalerhöhung und einen Anleihentausch privatwirtschaftlich zu rekapitalisieren und 5 Milliarden Euro einzusammeln. Dieser bisherige Rettungsplan sollte eigentlich bis Ende Dezember durchgeführt werden, doch benötigt Monte dei Paschi nun doch etwas mehr Zeit bis zum 20. Januar 2017.

Der gewünschte Aufschub ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Entscheidung eines Konsortiums von Investmentbanken für oder gegen eine Teilnahme an der Kapitalerhöhung angesichts der großen Unsicherheit über die politische Zukunft und künftige Stabilität Italiens noch aussteht. Die EZB aber, so teilte Monte dei Paschi in einer Pressemitteilung vom Abend des 09. Dezembers mit, habe sich zur gewünschten Fristverlängerung bisher noch nicht geäußert. Dafür aber erhob die Ratinagentur Moody`s die Stimme und senkte den Ausblick für Italien von „stabil“ auf „negativ“.

Vorsorgliche Rekapitalisierung oder gar einheitlicher Abwicklungsmechanismus
Das Schweigen der Europäischen Zentralbank könnte Monte dei Paschi di Siena in die Auffang- oder auch -abwicklungsarme der kommissarischen italienischen Regierung treiben. Eine mögliche Lösung besteht nämlich in der „vorsorglichen Rekapitalisierung“ der Bank aus der Toskana. Im konkreten Fall würde der italienische Staat Nachrang-Anleihen von rund 40.000 Kleinanlegern aufkaufen, um diese dann in Aktien umzuwandeln.

Durch diese Transkation würde Italien künftig bis zu 40 Prozent der Anteile an Monte dei Paschi die Siena halten. Verglichen zu den bisher nur 4 Prozent an Anteilen, käme dies einer Art präventiven Teilverstaatlichung gleich. Auch denkbar ist eine mehr oder minder geordnete Pleite. In diesem Fall käme der einheitliche Abwicklungsmechanismus (SRM) zum Tragen. Folglich müssten zwar nicht die Steuerzahler, dafür aber vor allem die Anteilseigner und (Anliehen)-Gläubiger – und damit eben auch die Kleinanleger – unfreiwillig zur Rettung respektive Abwicklung beitragen.

Mit Debitos NPL-Verwertung effizient gestalten
Welchen Weg die angeschlagene Monte dei Paschi einschlagen wird, bliebt abzuwarten. Fest steht, dass jede Etappe hin zu einer Rettung oder Abwicklung mit einem klaren Wegweiser zum schnellen und effizienten Abbau der belastenden NPL-Portfolios ausgeschildert sein sollte.

Unsere Debitos Forderungsbörse bietet nicht hierfür nur Italiens Banken eine moderne Plattform, auf der sie notleidende Kredite schnell, aufsichtskonform und bei maximierten Erlösen verwerten können. Der vollständig digitalisierte Auktionsprozess ermöglicht es, mehrere Investoren gleichzeitig anzusprechen und durch deren Echtzeit-Wettbewerb transparente Marktpreise zu erzielen. So wird wertvolle Liquidität generiert, die Bilanzen werden entlastet, der interne Koordinationsaufwand wird spürbar reduziert und ein großes Stück Handlungsfähigkeit wieder hergestellt.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Reuters online:

Pressemitteilung Monte dei Paschi di Siena (Italienisch):



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